Dieses Verhalten macht Markus Babbel (53) fassungslos.
BVB-Star Karim Adeyemi (23) legte sich am Freitag beim 2:0 gegen Gladbach erst mit Gegenspieler Kevin Diks an, lieferte sich dann ein Wortgefecht mit Schiedsrichter Sven Jablonski. Wenig später wurde Adeyemi ausgewechselt – und wollte völlig gefrustet direkt in die Kabine verschwinden! Sportdirektor Sebastian Kehl hielt ihn davon ab und kündigte danach eine Geldstrafe an.
Diese Szenen sorgen seitdem für mächtig Wirbel und Kritik. Auch Ex-Bayern-Star Babbel (261 Einsätze) schießt nun gegen Adeyemi. Babbel bei ran: „Wenn ich sein Potenzial sehe, da gehört er ja fast zur Weltklasse. Er bringt dafür wirklich alles mit und ist der Unterschiedsspieler beim BVB, wenn er klar im Kopf ist.“
Und weiter: „Aber dann siehst du halt auch wieder, dass er im Kopf sehr oft leider Kreisklasse ist.“
Markus Babbel (53) war zuletzt 2020 als Trainer in Sydney aktiv, seitdem tritt er vor allem als Experte auf
Nach dem Eklat hatte sich BVB-Sportboss Lars Ricken mit deutlicher Botschaft zu Wort gemeldet. Im Interview mit dem „kicker“ stellt der Sport-Geschäftsführer unmissverständlich klar: Ein Verhalten wie das des Nationalspielers ist für Borussia Dortmund nicht akzeptabel. Weitere Gespräche mit Adeyemi seien bereits angekündigt.
Auch TV-Experte Didi Hamann äußerte heftige Kritik. Hamann in der Sendung „Sky90“: „Wenn er nicht ausgewechselt werden will, muss er zum Tennis- oder zum Golfspielen gehen. Ich verstehe auch Kehl, dass die einen Hals auf den haben. Jede Woche, jede zweite, kommt was von ihm. Und so gut ist er dann doch nicht. Wenn er alles zerschießt, 25 Tore oder mehr, dann würde ich sagen: ,Mach doch was du willst‘. Aber so gut ist er halt nicht.“
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Babbel legte nun nach: „Sein Auftritt gegen Gladbach, wo ich ja selbst im Stadion war, war grauenhaft. Da habe ich mich gewundert, dass er nicht schon zur Halbzeit rausgenommen wurde.“ Und weiter: „Dass er seine Auswechslung dann so exorbitant falsch bewertet, das ist schon sagenhaft, und da hätte ich mir schon mehr Selbstkritik gewünscht.“
Waffen-Eklat, Flaschenwurf, Frust-Aktionen – immer wieder gibt es neue Eskapaden. Beim 1:0-Sieg gegen Köln im Oktober etwa hatte Adeyemi kurz nach seiner Auswechslung in der 79. Minute seine Wut rausgelassen. Der Dortmunder pfefferte eine Wasserflasche mit voller Wucht gegen die Rückwand der Ersatzbank.
Auch abseits des Platzes sorgt er für Aufsehen: Der Nationalspieler musste nach einem Strafbefehl wegen illegalen Waffenbesitzes 450.000 Euro zahlen!


