Mehr noch als die offensichtlichen Wunden dürfte den Trainer von Manchester City die Pleite gegen Real Madrid geschmerzt haben. In den letzten Minuten des Playoff-Hinspiels im heimischen Etihad-Stadion hatten die Cityzens einen 2:1-Vorsprung verspielt, am Ende noch 2:3 verloren.
Pep Guardiola hatte bei der Pressekonferenz erneut leichte Kratzspuren am Kopf
Allerdings: Es war eine verdiente Niederlage, die Königlichen hätten längst führen, den Sack sogar fast schon zumachen können. Ex-City-Profi Didi Hamann analysierte in seiner Rolle als Sky-Experte: „Es war nicht unverdient. Real war die hungrigere Mannschaft.“
Sein Knallhart-Urteil: „Mit dem heutigen Spiel, würde ich behaupten, ist dieser Zyklus Pep Guardiola/Manchester City zu Ende.“
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Guardiola selbst wird kaum von sich aus aufgeben, doch nach der Pleite gegen Real wirkte er extrem angeschlagen, monierte: „Wir verschenken zu viele Spiele. Es passiert zu oft in dieser Saison. Es sind schlechte Entscheidungen.“
Der Trainer nahm nur einen Spieler in Schutz: seinen Torwart. „Éderson war unser bester Spieler heute Abend, sie hatten eine Menge Chancen.“
Die britische „Daily Mail“ titelte am Mittwoch: „Ist der alternde Pep verloren?“
Auch wenn Guardiola seinen Vertrag erst im Dezember bis 2027 verlängert hatte, dürfte es um den Katalanen nicht ruhiger werden. Platz fünf in der Premier League, in der Königsklasse droht das Aus.
Erling Haaland hatte die Gastgeber zweimal in Führung gebracht (19., 80., Foulelfmeter), Kylian Mbappé (60.), Brahim Diaz (86.) und Jude Bellingham (90.) trafen für die Gäste.
„Es ist so hart. Es ist so frustrierend“, sagte Verteidiger John Stones. „Es ist ein Gefühl von Wut und Frustration.“
Ganz anders fühlte sich Real-Trainer Carlo Ancelotti: „Wir haben diesen Sieg verdient. Die Saison beginnt für uns jetzt erst richtig.“


