Pleite ausgemerzt!

Den Start in den Mittwoch hatten sich die deutschen Frauen bei der Beachhandball-EM in der Türkei sicher anders vorgestellt. Nach zwei souveränen Siegen unterlag das DHB-Team am Vormittag Dänemark knapp mit 1:2 (14:15, 23:18, 4:7), nahm dadurch nur zwei Punkte statt vier mit in die Hauptrunde.

Wie geht das denn?: DIESES Tor zählt doppelt!

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Immerhin: Das erste Hauptrundenspiel folgte noch am selben Tag – und auch die Wiedergutmachung. Gegen Portugal gab es ein 2:0 (17:16, 23:18). Damit ist die Schnick-Schnack-Schnuck-Pleite vergessen.

Rückblick: Gegen die Däninnen hat die Mannschaft von Bundestrainer Alexander Novakovic (41) den ersten Satz (so heißen im Beachhandball die zwei 10-Minuten-Halbzeiten) schon fast gewonnen, doch die Däninnen treffen mit Golden Goal zum 15:14 – bitter.

Die 2. Hälfe gewinnen die deutschen Frauen mit großem Kampf 23:18, doch sie müssen nun ins Penaltywerfen, auch Shootout genannt, da beide Teams je eine Halbzeit gewinnen konnten.

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Dann wird es kurios: Vor dem Start wird erstmal Schnick, Schnack, Schnuck gezockt. Denn beide Kapitäne müssen, bevor es losgeht, ein Team ermitteln, das als Erstes werfen darf. Eine Münze wie beim Fußball vor dem Elfmeterschießen werfen die portugiesischen Schiedsrichterinnen nicht.

So schwingen die Dänin Emma Morgensen und Deutschlands Kirsten Walter im Duell die Hände mit Stein, Schere, Papier. Am Ende beginnt Dänemark.

Jede Mannschaft muss fünf Werferinnen bestimmen. Die werden mit einem langen Pass aus dem Torraum bedient und müssen auf der anderen Seite gegen eine Torhüterin den Ball versenken. Auch hier gibt es für Dreher oder Kempa-Tricks zwei Punkte für ein Tor. Die DHB-Girls hadern wieder mit ihrer Abschlussschwäche, unterliegen im Shootout klar 4:7.

DHB-Frauen am Mittwoch: Pleite gegen Dänemark, Sieg gegen Portugal

In der zweiten Partie des Tages geht es torarm zu. Die nicht eingeplante Niederlage vom Morgen steckt dem deutschen Team im ersten Satz noch sichtbar in den Gliedern. Nach fünf Minuten stehen insgesamt gerade einmal 12 Punkte (8:4-Führung) zu Buche, darunter gleich vier von Torfrau Nele Kurzke.

Bezeichnend: In Satz eins gibt es nur vier verschiedene Offensiv-Torschützen. Es hakt vor dem gegnerischen Tor. Das wird erst nach der Pause besser und die DHB-Frauen finden wieder zu ihrem gewohnten Rhythmus aus den ersten beiden Partien. Beste Werferin ist mal wieder Belen Gettwart mit 14 Punkten.

Und so wird die Pleite gegen Dänemark vielleicht wieder zu einem guten Omen. Denn auch 2023 verlor Deutschland gegen die Skandinavierinnen und wurde am Ende noch Europameister.

Schon am Donnerstag geht es mit dem nächsten Spiel weiter: Um 16 Uhr gegen Frankreich. Am Freitag (9.30 Uhr) geht es in der Frühschicht gegen Norwegen. Alle Spiele werden vom Streamingdienst Dyn live übertragen.

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