Basketball-Krimi in Ulm! So schwer hatten sich die Bayern das nicht vorgestellt.

Die FC Bayern Basketballer behalten die Nerven und siegen gegen ratiopharm Ulm 81:77 (38:36) nach Verlängerung.

Das Topspiel in der BBL war nichts für schwache Nerven. Dabei sah es vor dem Spiel gar nicht danach aus. Beide Teams mit Problemen!

Bei den Bayern werden die Sorgen um Weltmeister-Coach Gordon Herbert (66) werden nicht weniger: Nach wie vor fehlt der Cheftrainer – das Gastspiel in Ulm ist die fünfte Partie, die er verpasst. Herbert hatte zuletzt eine Corona-Infektion und kämpft weiter mit Post-Covid Symptomen. Assistent Coach TJ Parker ist deshalb wieder Chef an der Seitenlinie.

Ist dieser Trick legal?: Basketballer verschwindet plötzlich und trifft!

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Auch nicht dabei in Ulm: Welt- und Europameister Andreas Obst. Der Fanliebling wird geschont. Auch Kapitän Vladimir Lucic (36) bekommt eine Pause.

Meister gegen Vizemeister – mehr geht eigentlich nicht. Eigentlich. Denn: Die Bayern kämpfen aktuell mit Reisestrapazen, haben in der Euroleague bis Weihnachten nur Auswärtsspiele, kassierten zuletzt drei Pleiten in Folge in der Königsklasse.

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Und die Ulmer? Die haben seit sieben Spielen wettbewerbsübergreifend nicht mehr gewonnen. Dazu fallen beim Meister von 2023 viele Stammspieler aktuell aus: Nationalspieler Nelson Weidemann (Schulter), Tommy Klepeisz (Fuß) und Top-Scorer Chris Ledlum (Knie). Wann kommt Verstärkung? Die Ulmer sind heiß auf Tibor Pleiß (36). Doch noch ist nichts fix.

Das erste Viertel auf Augenhöhe, Bayerns Super-Star Spencer Dinwiddie (32) setzt seine Teamkollegen immer wieder in Szene, steuert selbst bis zur Halbzeit zehn Punkte bei. Doch absetzen kann sich der Titelfavorit nicht. Die Ulmer holen sich viele Offensiv-Rebounds, haben allerdings eine katastrophale Dreierquote (16 Prozent). Doch Ulm kämpft – 36:38 geht es in die Halbzeit.

Nach der Pause dreht Ulm mit einem 7:0-Run auf, die 6500 Fans in der ausverkauften Halle merken: Da ist was möglich.

Doch die Bayern haben nicht nur Dinwiddie, sondern auch Justinian Jessup! Der Ex-Ulmer, der im Sommer nach München gewechselt ist, behält die Nerven an seiner alten Wirkungsstätte und bringt die Bayern wieder ran.

Kann Ulm den Meister schocken?

Der Vizemeister kämpft, hält die Bayern-Offensive in Schacht, sind drei Minuten vor Schluss auf einen Punkt dran (61:62).

Dann wird’s ein echter Krimi: Ulms Mark Smith setzt sich gegen Dinwiddie durch – 63:62! Im Gegenzug verpasst der NBA-Star. Noch 1:25 auf der Uhr. Beim Stand von 65:64 wird Dinwiddie gefoult – zwei Freiwürfe. Doch Mr. Zuverlässig verwandelt nur einen – 65:65.

Doch die Bayern sind clever, Jessup mit dem Steel, Oscar da Silva macht die Punkte mit Foul – und bringt die Bayern 3,9 Sekunden mit drei Punkten in Führung.

Ulm behält die Nerven, Sengfelder mit dem Dreier zu 68:68 – die Halle bebt, Bayern-Coach TJ Parker schüttelt immer wieder den Kopf!

Verlängerung

Der Meister muss in die Overtime – und der Vizemeister bleibt dran.

30 Sekunden vor Schluss: Dinwiddie geht wieder an die Freiwurflinie – und diesmal macht er beide, wird am Ende mit 22 Punkten bester Werfer. Am Ende siegen die Bayern 81:77.

Irre: Am Samstag erst kamen die Bayern aus Spanien zurück, am Montag geht es bereits wieder nach Spanien, am Dienstag (20. 30 Uhr) geht es gegen Valencia in der Königsklasse weiter.

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