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München – [–>Nach 15 Jahren mit Investor Hasan Ismaik (48) hat der TSV 1860 München den Stecker gezogen. Freiheit für die Löwen! Der Verein kündigte den Kooperationsvertrag mit dem jordanischen Geschäftsmann – einseitig und mit sofortiger Wirkung.

Der Auslöser für den Mega-Knall: Ismaik hatte am 21. Mai plötzlich und unerwartet bereits genehmigte Darlehen gestrichen. Die Folge: Das benötigte Geld für die Drittliga-Lizenz (2,7 Millionen Euro) floss nicht. Am Mittwoch stürzte der Traditionsverein in die Regionalliga ab.

Löwen fletschen die Zähne

Jetzt zogen die Münchner die Reißleine. Bis spät in die Nacht am Mittwoch arbeiteten die Vereinsvertreter rund um Präsident Gernot Mang (57) an der Kündigung. Am Donnerstag prüften Anwälte alles. Um 19.15 Uhr verkündete der Klub: Die Kooperation mit Ismaik ist beendet.

Ob der Investor dagegen klagen wird, steht noch nicht fest. Sein Investment von rund 80 Millionen Euro über die letzten 15 Jahre ist derzeit so gut wie nichts mehr wert.

Der TSV München von 1860 e.V. teilte in einer Pressemitteilung mit: „Der TSV München von 1860 e.V. hat den am 30. Mai 2011 geschlossenen Kooperationsvertrag mit der HAM Internaions aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung gekündigt.“

Fakt ist: Das Spielrecht liegt nun beim e.V. Die Löwen werden in der Regionalliga antreten, wohl unter dem Namen TSV 1860 München e.V. Die ausgegliederte KGaA, an der Ismaik 60 Prozent der Anteile hält (49 davon stimmberechtigt), existiert faktisch noch. Durch die Kündigung des Kooperationsvertrags verlor sie aber das wertvolle Spielrecht, das benötigt wird, um Lizenzen zu beantragen.

Niederlechner bleibt wohl an Bord

Nächster Knall: Wie BILD erfuhr, bleibt wohl Ex-Bundesligastar Florian Niederlechner (35, unter anderem Augsburg, Freiburg, Hertha BSC) an Bord. Auch eine Rückholaktion von Ex-Kapitän und Fan-Liebling Jesper Verlaat (30) ist in Planung. Sein Drittligavertrag wurde nicht verlängert.

Bei den Löwen beginnt eine neue Zeitrechnung. Eine neue Spielbetriebsgesellschaft soll gegründet und neue Partner gewonnen werden. In der Vergangenheit hieß es immer von solventen Interessenten: „Sobald die Situation mit Ismaik geklärt ist, stehen wir bereit.“ Das wird sich jetzt zeigen.

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