Vor knapp zwei Wochen verpflichtete Alba den Spanier Pedro Calles (41) als neuen Co-Trainer. Das Ende für Chef-Trainer Gonzalez (49) zum Saisonende? Nein! Im Gegenteil.

In der größten Krise, Alba hatte gerade fünf der letzten sechs Spiele verloren – darunter deutliche BBL-Pleiten gegen Rostock und beim MBC – rechneten viele Basketball-Experten mit der Entlassung von Trainer Gonzalez. Selbst zahlreiche Alba-Fans forderten in den einschlägigen Foren eine Veränderung auf dem Trainer-Stuhl.

In der Champions League: Giganten-Wurf in letzter Sekunde

Quelle: DYN Basketball

Und was macht Alba? Sie holen mit dem zwei Monate zuvor in Oldenburg gescheiterten Pedro Calles einen neuen Co-Trainer. Kopfschütteln bei den Fans, Verwunderung bei den Experten.

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Albas Sportdirektor Himar Ojeda (52): „Ja, so wie wir es machen, ist nicht unbedingt normal, entspricht nicht der Norm. Aber ich, also Alba, will in gewissen Bereichen besser werden. Und das heißt auch, den Coaching Staff zu verbessern.“

Trainer-Quartett: Israel Gonzalez (2.v.l.) und seine Assistenten Thomas Päch, Pedro Calles und Sebastian Trzcionka (v.l.)

Trainer-Quartett: Israel Gonzalez (2.v.l.) und seine Assistenten Thomas Päch, Pedro Calles und Sebastian Trzcionka (v.l.)

Foto: Burmann/City-Press GmbH

Calles erhielt einen Vertrag bis 2027. Was die Vermutung anheizte, dass er spätestens im Sommer Gonzalez (Vertrag läuft aus) ablösen könnte. Falsch gedacht.

„Ich wollte uns Pedro für einen längeren Zeitraum sichern. Denn nicht nur Israels Vertrag läuft aus, auch die von anderen Trainern“, erklärt Ojeda. Dann der Satz, der überrascht: „Ich will auch mit Israel verlängern. Auf jeden Fall! Das ist meine oberste Priorität. Wir glauben an ihn und seine Arbeit. Er hat die Meisterschaft und den Pokal gewonnen.“

Teaser-Bild

Foto: BILD

Doch trotzdem läuft es bei Alba in dieser Saison nicht rund. Immerhin: die letzten drei BBL-Spiele wurden gewonnen, auch gegen Top-Teams wie Bayern (1.) und Heidelberg (5.).

„Es läuft nicht immer so, wie man es erwartet“, sagt Ojeda zu der Schwächephase und den schlechten Ergebnissen. „Und, ja, es wäre leichter gewesen, den Coach zu feuern, weil so das Geschäft ist.“ Aber Alba geht nicht immer den leichten Weg. Das war auch schon im Fall Khalifa Koumadje zu sehen. Der stand in der letzten Saison wegen diverser Unsportlichkeiten massiv in der Kritik, trotzdem hielten die Berliner damals an ihrem Center fest.

Ojeda hat Verständnis, dass seine Entscheidungen bei einigen für Verwunderung sorgen. „Das verstehe ich. Und das wusste ich ja auch vorher. Ja, wir machen es etwas anders als andere Klubs. Und es ist sicher nicht einfachere Weg.“

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