Beim traditionellen Weihnachtsessen von Real Madrid brannten nicht nur die Lichter am Weihnachtsbaum, sondern auch die Sicherungen bei Florentino Perez (78) endgültig durch! Der Präsident hielt eine weitere Brandrede – und rechnete schonungslos mit den spanischen Schiedsrichtern, den Verbänden und natürlich dem Erzrivalen FC Barcelona ab.
Perez eröffnete seinen verbalen Rundumschlag mit einer klaren Kampfansage an die Schiris der Liga: „Weihnachten ist eine Zeit, über die Dinge nachzudenken, die uns beschäftigen. Und unsere größte Sorge ist das Schiedsrichterwesen in Spanien.“
Real-Boss holt zum Rundumschlag aus
Der Real-Boss reagierte damit sowohl auf die Gerichtsvorladungen im Negreira-Skandal (Barça wurde vorgeworfen, einem Schiedsrichter Geld gezahlt zu haben, bestreitet das aber, Anm. d. Red.) am Donnerstag als auch auf den ausgebliebenen Elfmeter-Pfiff gegen Vinicius Junior am Wochenende. Besinnlich war dieser Abend sicher nicht.
Im Zentrum der Attacke stand erneut der Negreira-Fall – ein Thema, das Perez zuletzt schon in einer berüchtigten 78-Minuten-Rede auf der Jahreshauptversammlung zerlegt hatte.
„Wie ist es möglich, dass wir die Einzigen sind, die in diesem Strafverfahren für Gerechtigkeit kämpfen? Wie sollen wir den größten Skandal in der Geschichte des Weltfußballs vergessen? Das werden wir niemals tun.“
Perez kritisierte, dass sich weder die Liga noch der Verband an die Aufklärung wage – und warf ihnen sogar Vertuschung vor.
„Wollen das Thema unter den Teppich kehren“
Am Donnerstag sagte unter anderem Barça-Präsident Joan Laporta vor Gericht aus – doch laut Perez wurde er kaum befragt. Die RFEF-Anwältin stellte Laporta gar keine und die LaLiga-Anwältin nur eine Frage. Ein Beweis für ihn, dass Verband und Liga „das Thema unter den Teppich kehren“ wollten.
„Wie ist es möglich, dass sich der Verband und die Liga, die für die Integrität des Wettbewerbs sorgen und Gerechtigkeit verfolgen müssen, so verhalten? Woher kommt ihre Passivität? Ich vertraue darauf, dass wir das eines Tages auch erfahren werden. Der Verband und die Liga haben die Pflicht, für die Integrität des Wettbewerbs zu sorgen, um nicht als Komplizen in einem so schwerwiegenden Fall zu erscheinen“, tobt der Real-Boss.
Perez weiter: „Der Negreira-Fall ist zweifellos das gravierendste Problem, mit dem der Fußball derzeit zu kämpfen hat – sogar international.“
Noch besser als Yamal: Wussten Sie das? HIER ist Karl der Beste in Europa!
Und er erinnerte an die Summen, die Barcelona laut Ermittlungen über die Jahre an Ex-Schiri-Funktionär Negreira gezahlt haben soll: „Mehr als acht Millionen Euro für technische Berichte über Schiedsrichter – die teuersten Berichte der Welt!“
Besonders brisant: Trainer wie Luis Enrique oder Ernesto Valverde hatten vor Gericht erklärt, sie hätten nie etwas von diesen Berichten gewusst.
Perez konnte sich anschließend einen Seitenhieb auf die aktuelle Schiri-Performance nicht verkneifen: „Wie Sie gestern oder in Girona gesehen haben: Fouls gegen Vinicius oder Rodrygo scheinen keine Elfmeter mehr zu sein. Das ist die Neuerung dieser Saison.“
Und weiter: „Der VAR war gestern ein Schiedsrichter, der uns am Tag vor einem Pokalfinale bedroht hatte. Können Sie sich so etwas in einem anderen Land vorstellen?“
Perez machte klar, dass Real Madrid nicht locker lassen wird: „Wir leiden noch heute unter den Folgen eines Falls, der das Image unseres Sports beschädigt.“ Der Real-Präsident forderte eine radikale Neuaufstellung des Schiedsrichterwesens – und rief dabei auch die Medien auf, Druck zu machen: „Sie alle spielen eine entscheidende Rolle, damit 2026 das Jahr sein kann, in dem Gerechtigkeit herrscht.“
Dieser Brand wird wohl noch lange schwelen …

