Das spanische Supercopa-Finale schlägt weiter Wellen.

Am Sonntagabend verlor Real Madrid das erste Finale der Saison mit 2:3 gegen den FC Barcelona. Nach Abpfiff verweigerten die „Königlichen“ Barça das Spalier für die Sieger – dem Anschein nach auch auf Anweisung von Kylian Mbappé. Jetzt gab es dafür heftige Kritik vom Boss der Katalanen.

Barça-Präsident Joan Laporta beim spanischen Sender RAC1: „Ich bin überrascht von seinem Verhalten. Sowohl bei einem Sieg als auch bei einer Niederlage muss man respektvoll sein. Das ist Sport – man muss sich normal verhalten.“

Joan Laporta (63) bei der Supercopa-Siegerehrung in Dschidda

Foto: Vincent West/REUTERS

Die Spieler des FC Barcelona hatten den Madrilenen bei der Siegerehrung den Respekt des Spaliers erwiesen. So findet Laporta, „dass wir als Sieger die gegnerische Mannschaft respektiert haben. Deshalb kann ich sein Verhalten nicht verstehen.“ Nachdem die Real-Stars ihre Silbermedaillen in Empfang genommen hatten, versuchte Noch-Coach Xabi Alonso (44), seine Spieler dazu zu bewegen, Barça den gleichen Respekt entgegenzubringen. Doch Mbappé stellte sich ihm entgegen, winkte seine Kollegen offenbar in die Kabine – und hatte Erfolg. Geschlossen verließen die Madrilenen den Platz.

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Barça und Real: Stimmung ist aufgeheizt

Klar ist: Spätestens seit dem ersten Duell der Saison, das Real im Oktober zu Hause mit 2:1 gewann, sind sich die Stars von Barça und Real nicht mehr grün. Das weiß auch Laporta, erklärt, „die Spieler waren etwas gereizt, aber das ist verständlich. Sie müssen jetzt sehr frustriert gewesen sein – und deswegen kam es zu dieser Reaktion“. Eine Entschuldigung für das unsportliche Verhalten von Mbappé & Co. kann das allerdings kaum sein.

Trotz des Verständnisses für den Frust der Real-Spieler konnte Laporta es sich auch nicht verkneifen, das Salz der Niederlage noch ein wenig in die Wunde zu reiben. „Sie dachten, wir hätten bessere Chancen, dieses Spiel zu gewinnen, und das haben sie auf dem Spielfeld dann auch selbst gespürt. Das ist am Ende einfach bitter“, trumpfte der Barça-Präsident auf. Das angespannte Verhältnis zwischen Barcelona und Madrid dürfte sich also vorerst nicht weiter abkühlen.

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