Bitte was?!

Die Geschichte dieses Jugendscouts der Gunners klingt unglaublich! Diebstähle, Drogen, Gefängnis – das war einst das Leben von Joseph Bol (39). Jetzt soll er für Arsenal neue Nachwuchs-Talente finden. Im Interview mit der „Times“ sprach Bol über seine Vergangenheit und seinen Weg in den Profi-Fußball.

Bol über die Anfänge seiner kriminellen Karriere: „Ich wollte Dinge, die meine Mutter nicht für notwendig hielt, wie Designerkleidung, Turnschuhe, und das führte mich auf eine schiefe Bahn.“

Die führte ihn direkt ins Gefängnis. Mit nur 15 Jahren saß er das erste Mal ein – heute sucht er Fußballtalente im selben Alter. Während denen womöglich eine große fußballerische Karriere bevorsteht, wartete damals auf Bol nur eine weitere kriminelle Karriere. Er wurde Drogendealer, bekam weitere Haftstrafen.

Mit 21 Jahren dann die Wende: Er absolvierte die Trainerkurse FA Level One und Community Sports Leader. Dazu hatte ihn ein Gefängniswärter bewegt – und Bol damit zurück auf den richtigen Weg gebracht, wie Bol selbst sagt: „Es half, den Teufelskreis zu durchbrechen.“

Nebenbei begann er auch zu Rappen. Über das harte Leben auf den Straßen des Londoner Bezirks Islington. Jenem Bezirk zu dem auch der Stadtteil Holloway gehört – die Heimat der Gunners.

Seine Karriere im Sport begann Boll zunächst ehrenamtlich beim AC United FC. In dieser Zeit begleitete er Clinton Mola zum Probetraining bei Chelsea. Die verpflichteten Mola, der 2020 zum VfB Stuttgart wechselte. Nach einer Leihe zu Blackburn wechselte Mola drei Jahre später zum FC Reading und spielt inzwischen bei Bristol Rovers.

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Quelle: BILD

Für Bol das Sprungbrett: Nachwuchstrainer bei Chelsea, dann der Wechsel zu Arsenal. Dort ist Per Mertesacker als Nachwuchsleiter inzwischen Bols Chef. Doch er hat noch große Ziele: Chefscout bei einem Premier-League-Klub.

Dennoch sagt er bescheiden: „Ich bin stolz auf das, was ich erreicht habe. Es ist gut, ab und zu darüber nachzudenken, wie weit ich gekommen bin.“

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