Eine unfassbare Geschichte!
Der Afrika-Cup in Marokko startet (21. Dezember bis 18. Januar) – und Georgi Minoungou (23) ist mit dabei. Das Verrückte dabei: Der Nationalspieler von Burkina Faso ist auf dem linken Auge blind, verlor dort nach einem Infekt 2023 seine Sehkraft und wurde hinterher Nationalspieler.
Doch der Reihe nach: [–>Minoungou wird in der Elfenbeinküste geboren, schafft über eine Station in der 2. tschechischen Liga den Sprung über den großen Teich in die MLS zu den Seattle Sounders.
Dann der Schock!
Im Trainingslager in Marbella (Spanien) schmerzt plötzlich sein linkes Auge. Es herrscht Ratlosigkeit. Erst hielt man es für eine Allergie, dann für einen Insektenbiss. Innerhalb weniger Tage verschlechterte sich die Situation dramatisch: Das Auge verfärbte sich, füllte sich mit Blut. Schließlich steht nach einer OP fest: Der Sehnerv ist abgestorben, Minoungou auf einem Auge blind.
Der Offensivspieler in einem Interview: [–>„Der Arzt sagte mir, ich würde nie wieder Fußball spielen.“ Doch er glaubte nicht daran. Mit Schutzbrille kehrte er ins Training zurück, passte seine Spielweise an und trainierte doppelt. „Ich fühle mehr, als ich sehe“, beschreibt er heute seine Orientierung auf dem Platz.
Was für ein Auftakt!: Genialer Fallrückzieher bei Afrika-Cup
Im August 2024 unterschrieb er seinen Profivertrag in Seattle. Kurz darauf traf er erstmals in der MLS und spielte sogar bei der Klub-WM gegen PSG. Mit seinen Leistungen drängte er sich schließlich auch für die Nationalmannschaft auf – Burkina Fasos Coach Brama Traoré nominierte ihn noch vor der Elfenbeinküste, für die er ebenfalls spielberechtigt gewesen wäre.
2025, im September, feierte Minoungou, der in der Elfenbeinküste geboren wurde, sein Debüt für Burkina Faso, im November erzielte er gegen Benin seine ersten beiden Länderspieltore. Beim Jubel hielt er sich ein Auge und ein Ohr zu.
Nun erfüllt sich sein Kindheitstraum: Minoungou reist mit Burkina Faso zum Afrika-Cup nach Marokko. Zum Auftakt geht es am 24. Dezember gegen Äquatorialguinea.

