Die Rede ist von James Carragher (22), Sohn von Jamie Carragher, 38-facher Nationalspieler für die „Three Lions“, Liverpool-Legende und mittlerweile beliebter TV-Experte.
James Carragher, wie sein Vater Innenverteidiger, debütierte in der vergangenen Woche für die Nationalmannschaft – allerdings nicht für die englische, obwohl er in Liverpool geboren wurde. Nein, Carragher junior spielt für Malta.
Bei den beiden maltesischen Länderspiele in der WM-Qualifikation gegen Finnland (0:1) und Polen (0:2) stand Carragher in der Startelf, spielte jeweils über die volle Distanz. Und die Familie war vor Ort, Jamie schaute seinem Sohn in Attard (Malta) und Warschau (Polen) zu.
Wieso ist Carragher für Malta spielberechtigt?
Die Gründe liegen in der Generation seiner Urgroßeltern. Sein Urgroßvater Paul Vassallo stammt von der Mittelmeerinsel, wanderte später nach England aus. Seine Oma Paula Carragher (geborene Vassallo) ist ebenfalls Malteserin.
Carragher (l.) traf in seinem zweiten Länderspiel auf Polen und Robert Lewandowski (36)
Im Februar erhielt Carragher deshalb die maltesische Staatsbürgerschaft. Maltas Verbandschef Bjorn Vassallo (nicht verwandt oder verschwägert, Vassallo ist auf Malta ein gängiger Nachname) sagte damals: „Wir scheuen uns nicht, Spieler auf internationaler Ebene zu verpflichten. Alle tun es, warum nicht auch wir?“
Nur wenige Wochen später hat die Einbürgerung einen direkten Einfluss auf die Nationalmannschaft. Für die englische Auswahl von Neu-Nationaltrainer Thomas Tuchel wäre Carragher wohl nie nominiert worden.
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Der Innenverteidiger spielte bis zur C-Jugend in der Nachwuchsakademie des FC Liverpool, wechselte dann zu Wigan Athletic. Dort kämpfte er sich bis in die erste Mannschaft, ist fester Bestandteil der Drittligamannschaft – und seit wenigen Tagen frisch gebackener Nationalspieler.


