Der Spanier hatte vor dem 4:3 in Stuttgart noch Fragen zu seiner Zukunft abgeblockt. Aber er sagte auch, dass in der Pause „alle ein bisschen Zeit haben, um sich Gedanken zu machen.“ Alonsos Vertrag läuft bis 2026. Die Bosse Fernando Carro (60) und Simon Rolfes (43), gehen davon aus, dass Alonso den erfüllt. Sie wollen im Sommer mit ihm über eine Verlängerung reden.
Ob Alonso das auch will? Dafür müsste er sich jetzt entschließen, über die Saison hinaus zu bleiben. Wahrscheinlich ist, dass er bis Ende des Monats eine Entscheidung fällt und diese mitteilt – das könnte zudem ein weiterer Schub im Meisterkampf (nur noch sechs Punkte Rückstand) sein. Vor einem Jahr, als ihn der FC Bayern und der FC Liverpool verpflichten wollten, bekannte er sich am Ende der März-Länderspielpause zu Bayer.
In diesem Jahr könnte der Tag der Verkündung der 27. März werden, wenn alle Nationalspieler vor dem Spiel gegen Bochum von ihren Reisen zurückkommen. Außerdem könnte Alonso den eigenen Fans an diesem Donnerstag während der Pressekonferenz, die online übertragen wird, seine Entscheidung erklären. So hat er es auch 2024 gemacht.
Wie damals ist der begehrteste Trainer Europas in alle Planungen des Werksvereins eingebunden. Ab April geht Leverkusen bei den Zugängen in die heiße Phase. Ein Kader-Umbruch steht bevor, nachdem die Double-Mannschaft im vergangenen Sommer gehalten wurde. Potenzielle Zugänge wollen wissen, wer nächste Saison der Trainer ist.
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Hinzu kommt, dass auch Alonso und seine Familie mit einer klaren Perspektive für das nächste Jahr planen wollen. Der ehemalige Weltklassespieler hat drei schulpflichtige Kinder (zwei Töchter und einen Sohn). Gemeinsam fühlen sie sich in Düsseldorf sehr wohl. Im Verein kann er sich voll auf den Fußball konzentrieren. Das alles spricht für mindestens eine weitere Saison im Rheinland.
Aber: Alonso ist der Wunschkandidat für die Nachfolge von Carlo Ancelotti (65) bei Real Madrid, dessen Vertrag ebenfalls bis 2026 gilt. Da die Königlichen sowohl in der Champions League als auch in der spanischen Meisterschaft Chancen auf die Titelverteidigung haben, ist eine vorzeitige Trennung von Ancelotti derzeit nicht wahrscheinlich. Erster Nachfolge-Kandidat in Leverkusen wäre Stuttgarts Sebastian Hoeneß (42).

