Klassischer Fehlstart für den Deutschen Handball-Meister, deutliches Statement des Rekordmeisters!

Der SC Magdeburg verlor das Prestige-Duell in der Daikin Handball-Bundesliga beim THW Kiel 25:31 (11:20). Eine Niederlage, die nicht überraschend kommt, wohl aber die Art und Weise, wie der THW den SCM überrollte.

Vor dem Anwurf in der mit 10.285 Zuschauern ausverkauften Wunderino Arena war’s vor dem Anpfiff noch freundschaftlich. Die drei dänischen Weltmeister, darunter SCM-Kreisläufer Magnus Saugstrup, wurden geehrt. Auch Kiels kroatischer Silber-Kapitän Domagoj Duvnjak wurde ausgezeichnet. In der Pause ein weiterer Kiel-Knaller. Der THW verlängerte mit seinem Hauptsponsor – ein Millionen-Deal!

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Mit dem gegenseitigen Beifall war es dann Punkt 20.30 Uhr, zum Anwurf, vorbei. Kiel giftig und schnell! Das Trikot von SCM-Star Gisli Kristjansson war das erste Opfer – Tausch nach sechs Minuten.

Kiels Ex-Nationalspieler Patrick Wiencek trieb sein Team an. Bamm-Bamm machte Bumm-Bumm vorn und hinten. Erneut traf es Kristjansson, den er zu Boden drückt (23.). Gestenreich schickte er noch ein paar Grüße hinterher. Petter Overby musste seinen Kollegen zum Abkühlen wegschieben.

TV-Experte Stefan Kretzschmar vor der Partie auf Dyn: „Kiel wird es mit Körperlichkeit und Physis versuchen.“ Es blieb nicht beim Versuch!

Kiel mit Emotionen, Härte – und mit Andreas Wolff. Der Weltklasse-Torwart machte dort weiter, wo er bei der WM aufhörte. Acht Paraden vor der Pause (47,1 Prozent).

Im Duell der Verletzten (Bilyk, Duvnjak/THW und Magnusson, Bergendahl, O’Sullivan, Zehnder/SCM) hatte Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert Mühe, seine Truppe nach der WM in die Spur zu bekommen. Seine zweite Auszeit bereits in Minute 21: „Wir brauchen Ruhe, kein Chaos.“

Magdeburg, mit Comebacker Felix Claar, lässt zu viele Bälle liegen, zu viele Chancen (gegen Wolff) ungenutzt. Nur Matthias Musche findet in Serie einen Weg an Wolff vorbei. Auch hinten passt beim SCM wenig zusammen. Wiegert tauscht zweimal den Torwart.

Kiel, mit Rückkehrer Harald Reinkind, ist auf dem Weg zum ersten Heimsieg gegen Magdeburg in der Liga seit sieben (!) Jahren.

Nach der Pause keimt kurz Hoffnung auf, der SCM mit drei Toren in Folge. Kiel braucht sechs Minuten Anlauf für den ersten Treffer. Und trifft dann weiter. Petter Overby zu hart und genau. Seine Hand landet im Gesicht von Claar. Die Schiedsrichter zeigen nach Videobeweis Rot (39.).

Teaser-Bild

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Es bleibt hart und emotional. Wiencek und Kristjansson kommen sich immer wieder in die Quere. Magdeburg versucht alles, verkürzt die Distanz, kommt aber nie in Schlagnähe. Als Kiels Tomas Mrkva auch noch einen Musche-Siebenmeter hält (56.), ist das Duell entschieden.

Kiel schiebt sich vorerst auf Platz 2, vier Minuspunkte hinter Melsungen. Titelverteidiger Magdeburg liegt bereits fünf Punkte hinter den Hessen.

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Quelle: BILD/YouTube

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