Die Basketball Löwen Braunschweig (2.) fegen im Topspiel der Easycredit Basketball-Bundesliga Verfolger Rasta Vechta (4.) mit 103:70 aus der Volkswagen-Halle.
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Damit zieht der Klub von Weltmeister-Kapitän Dennis Schröder (31/hält 85 Prozent der Anteile am Klub) nach Siegen mit Spitzenreiter Bayern München gleich (beide 12), hat jedoch zwei Spiele mehr auf dem Konto.
Im Niedersachsen-Duell sind die Löwen vor 3.828 Zuschauern von Anfang heiß auf die Blitz-Revanche. Und die gelingt mehr als deutlich – Vechta wird förmlich auseinandergenommen.
Dabei hatte Rasta erst letzten Donnerstag den Braunschweigern eine 88:91-Pleite zugefügt. 96 Stunden später drehen diese den Spieß mit ordentlich Biss komplett um, demütigen die Gäste.
Warum finden beiden Begegnungen direkt hintereinander und innerhalb von nur vier Tagen statt? Das Hinspiel in Vechta war eine verschobene Partie vom 3. Spieltag, daher nun das Rückspiel (19. Spieltag) direkt im Anschluss.
Kantersieg in der BBL: Braunschweig demütigt Vechta
Besonderer Moment vor Spielbeginn: Olympiasiegerin Svenja Brunckhorst (33/Gold in Paris im 3×3-Basketball) wird für ihre herausragende Leistung im vergangenen Jahr geehrt.
Anschließend sitzt sie für Streamingdienst Dyn* als Expertin am Mikro – und ist begeistert von Braunschweig, das schon nach dem ersten Viertel mit 29:13 klar führt, Vechta überrollt: „Da ist einfach Energie drin, Braunschweig is on a mission hier gerade. Man sieht, dass Vechta sichtlich überrascht ist und dass sie sehr bedröppelt auf der Bank sitzen.“
Nach einem 8:0-Lauf der Löwen zum Start des zweiten Abschnitts wird die Stimmung bei Rasta noch düsterer. Als Braunschweig fünf Minuten vor Halbzeit auf Plus 27 (!) (44:17) davonzieht, staunt nicht nur Brunckhorst nicht schlecht: „So etwas habe ich schon lange nicht mehr gesehen.“
Zur Pause liegen die Hausherren sogar mit unglaublichen 32 Punkten vorne (60:28) – was für eine Machtdemonstration! Und was für ein abrupter Einbruch der Mannschaft der Stunde, die zuletzt vier Siege in Folge feierte.
Vechta-Coach Martin Schiller (42) zur Nicht-Leistung seines Teams in der Halbzeit: „Das ist inakzeptabel. Wir müssen über eine gewisse Bereitschaft reden, über Physis, über Einsatz. Wir erwarten, dass wir da in der zweiten Halbzeit viel mehr sehen.“
Doch sein Wunsch erfüllt sich nicht. Statt näher ranzukommen, beträgt der Rückstand Mitte des dritten Viertels 40 Zähler! Glück für Rasta, dass es Braunschweig im Schlussabschnitt etwas ruhiger angehen lässt.
Braunschweigs Schröder: „Wussten von der ersten Sekunde, dass das unser Spiel ist“
Symptomatisch: Von Vechtas Hinspiel-Matchwinner Tyger Campbell (24 Punkte und 10 Assists am Donnerstag) ist GAR nichts zu sehen, der US-Boy macht im gesamten Spiel diesmal nicht einen einzigen Punkt.
Brunckhorst fordert schon zur Halbzeit: „Er wirft sonst 22 Punkte im Schnitt in Spielen gegen Braunschweig, da muss er jetzt mehr Verantwortung übernehmen.“ Doch das tut er wie die gesamte Mannschaft nicht.
Löwen-Profi Benjamin Schröder (21/4 Punkte, 4 Rebounds) nach dem Spiel: „Tyger Campbell hat uns im letzten Spiel ein bisschen zerstört. Dass wir in jetzt gut im Griff hatten, war der Nummer-eins-Punkt. Ansonsten sind wir mit einer ganz anderen Energie aufgetreten, von der ersten Sekunde an wussten wir: das ist unser Spiel heute.“
Knackpunkt im Spiel ist die Reboundquote, die mit 52:27 zu Gunsten Braunschweigs ausfällt. Da macht sich der Ausfall von Vechtas zweitbestem Rebounder Johan Grünloh (19/6,0 Rebounds im Schnitt) für die Gäste schmerzhaft bemerkbar.
In der Verfassung droht Vechta direkt die nächste Abreibung. Am Sonntag (15 Uhr, live bei Dyn) gastiert Tabellenführer Bayern bei Rasta …
Und Überraschungsteam Braunschweig? Peilt in Chemnitz (Samstag, 20 Uhr) den elften Sieg in den letzten 13 Spielen an, um die Bayern weiter unter Druck zu setzen.
*Die Dyn Media GmbH ist eine Mehrheitsbeteiligung der Axel Springer SE, zu der auch SPORT BILD gehört.


