Vor den Spielen gegen Tel Aviv und in München fordert Nationalspieler Malte Delow (23) den richtigen Fokus – auf die BBL.
Am Donnerstag (30.1.) geht‘s für den Tabellenletzten der Euroleague nach Belgrad. Dort trägt Gegner Maccabi Tel Aviv aktuell seine Heimspiele aus. Die Israelis sind Siebzehnter und somit nur einen Platz besser als die Berliner.
Drei Tage später kommt es zum BBL-Showdown beim Tabellenführer in München (16.30 Uhr, live bei Welt TV).
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Alba wurde in der Vergangenheit nicht müde zu betonen, dass das nächste Spiel immer das wichtigste sei. Und dass man keinen Unterschied mache zwischen Euroleague und BBL.
Nicht so Delow. Der sagt ehrlich: „Natürlich gucken wir schon auf Sonntag. Die BBL ist die Liga, wo wir gewinnen müssen, unsere Position in der Tabelle auf jeden Fall verbessern.“
Alba ist derzeit Vierzehnter, somit acht (!) Plätze hinter einem direkten Playoff-Platz. Delow: „Wir brauchen den Run, vor allem in der Bundesliga. Damit wir den Anschluss an die Playoffs nicht verlieren.“

Malte Delow und der Oldenburger Alen Pjanic unterm Korb
Klare Ansage vom zweimaligen Nationalspieler. Die Euroleague ist für ihn nur Mittel zum Zweck. Delow: „Klar, wollen wir uns auch in der Euroleague verbessern. Wir wollen unsere Chance nutzen, Schritte nach vorn machen. Da müssen wir Selbstbewusstsein sammeln, um dass in der BBL das richtige Ergebnis einzufahren.“ Vom Gewinnen in der Königsklasse ist hier nicht die Rede …
Delow sparte nach der Pleite in Oldenburg nicht mit Kritik, spricht sogar von mangelndem Einsatz: „Wir müssen in solche Spiele anders reingehen. Es fehlen ein paar Prozent an Einsatz. Rebound ist nur Einsatz.“
In der 32. Minute führte Alba noch mit acht Punkten (81:73) bei den Niedersachsen. Zwei Minuten später lag der Vize-Meister mit zwei Punkten hinten (81:83). Delow: „Uns fehlt der Killerinstinkt. Wir machen die Spiele nicht zu.“

Ratlose Bayern. Am 5. Januar verloren sie mit 81:88 bei Alba. Hier diskutieren Johannes Voigtmann und Andreas Obst
Das soll am Sonntag anders laufen. „Das wäre der erste Schritt. Denn wir haben schon gezeigt, dass wir in dieser Saison gegen Bayern gewinnen können“, hofft der Berliner und meint das 88:81 Anfang Januar. „Aber dann muss viel gut laufen, alle müssen ready sein. Und wir dürfen nicht so auftreten wie gegen Oldenburg.“
Er hadert auch mit sich: „Mein Dreier fällt einfach nicht. Der ist eine Katastrophe.“ Seine Trefferquote ist mit 23 Prozent deutlich schlechter als in den Jahren (zwischen 32 und 37 Prozent) zuvor …


