Das wäre ein extrem teurer Fehler – für einen Klub, dessen Kassen alles andere als gut gefüllt sind …
Der FC Barcelona hat es nicht geschafft, die Spieler Dani Olmo (26) und Pau Victor (23) für die Rückrunde vom Ligaverband registrieren zu lassen, konnte die dafür nötigen finanziellen Vorlagen nicht erfüllen.
Die Klub-Führung der Katalanen um Präsident Joan Laporta (62) hofft noch auf ein Wunder, eine Registrierung durch die Hintertür, doch Stand jetzt dürfen der spanische Nationalspieler Olmo und auch Mittelfeld-Spieler Victor den Klub ablösefrei verlassen.
Für den deutschen Trainer Hansi Flick wäre der Verlust aus sportlicher Sicht extrem bitter, doch der wirtschaftliche Schaden wäre für den Verein vermutlich noch größer. Die katalanische Zeitung „Sport“ schreibt, dass Barça Olmo komplett auszahlen müsste. Dabei gehe es um eine Summe in Höhe von 48 Millionen Euro. Olmo hat erst im vergangenen Sommer einen Vertrag bis 2030 unterschrieben. Dazu kommt die Ablösesumme von 55 Millionen Euro an RB Leipzig, die natürlich in voller Höhe gezahlt werden müsse.
Millionen-AufrufeWunder-Kind erinnert an Messi
Und: Barca hatte zum Jahresende versucht, durch den Verkauf von VIP-Logen im Camp Nou, das derzeit komplett umgebaut wird, die nötigen finanziellen Voraussetzungen für die Olmo-Registrierung zu erfüllen – scheiterte damit jedoch beim Liga-Verband.
Der „Sport“ zufolge haben Käufer aus Katar 100 Millionen Euro für die VIP-Logen (für die nächsten 20 Jahre) bezahlt – und damit deutlich weniger als ursprünglich geplant. Die Not-Lage von Laporta hätte den Preis drastisch gedrückt. Es sollen mal 200 Millionen Euro ausgehandelt worden sein. Heißt: 100 Millionen sind Barca durch die Lappen gegangen.
Der Schaden des Olmo-Super-GAUs würde sich demnach auf weit mehr als 200 Millionen Euro belaufen!
Kein Wunder, dass erste Forderungen nach einem Laporta-Rücktritt lauter werden. Die von Joan Camprubí geleitete Barcelona-Plattform „Som un Clam“ hat ihre Empörung über das Scheitern der Olmo-Registrierung in einer in Spanien viel beachteten Erklärung zum Ausdruck gebracht. Die Klub-Führung hab es nach vier Jahren „nicht geschafft, den Kurs des Vereins neu zu bestimmen“. Sie fordert einen sofortigen Wechsel an der Spitze des Vereins, unabhängig davon, wie der Fall Olmo ausgeht. Darin heißt es: „Morgen um Mitternacht werden wir wissen, wie die endgültige Auflösung dieses ganzen Unsinns aussieht, aber die entstandene Situation ist inakzeptabel und der Schaden, der dem Ruf des Vereins zugefügt wurde, ist irreparabel.“ Mit „Sí al Futur“ hatte bereits eine andere große Klub-Plattform scharfe Kritik geübt.

