Odense – [–>Wieder zittert Dänemark um Christian Eriksen. Der 34-jährige Nationalspieler brach am Sonntagabend beim Testspiel gegen die Ukraine in der 65. Minute zusammen – fasste sich an die Brust, sackte weg. Das Spiel wurde sofort abgebrochen.
Eriksen wurde ins Uniklinikum Odense gebracht. Dort wird die Ursache des Kollapses untersucht. Es ist nicht das erste Mal: Beim EM-Spiel gegen Finnland 2021 in Kopenhagen erlitt der Star einen Herzstillstand und musste reanimiert werden. Seitdem trägt er einen Defibrillator.
Damals, 2021, zwang die Uefa die Dänen zur Fortsetzung – sie verloren 0:1. Dieses Mal lief es anders. Nationaltrainer Brian Riemer zog sofort die Reißleine: „Ich übernahm die Führung und suchte das Gespräch mit dem ukrainischen Trainer und dem Schiedsrichter. Ich machte deutlich, dass wir das Spiel nicht fortsetzen wollten. Ich wusste, dass die Erfahrung aus dem Parken-Stadion vor fünf Jahren bei vielen Spielern noch tief saß.“
Christian Eriksen (34)
Riemer ergänzte: „Es lief absolut nach Vorschrift: Wir haben das Spiel abgebrochen. Für uns stand diese Entscheidung schon sehr früh fest. Zudem zeigten der Schiedsrichter und der ukrainische Trainer großen Respekt.“
Vor den Medien wirkte Riemer sichtlich mitgenommen – er fühle sich „leer“. Und er machte klar: Er will Eriksen persönlich sehen.
Er fasste sich an den Brustkorb: Eriksen bricht erneut auf Platz zusammen
„Ich freue mich darauf, ihn zu sehen. Ich werde jetzt zu ihm fahren, sobald ich die Gelegenheit dazu habe. Ich habe das Bedürfnis, ihn zu sehen und mit ihm zu sprechen“, erklärte der Coach.
Was Eriksen ihm bedeutet, ließ Riemer in eindringlichen Worten anklingen – über den Wolfsburg-Profi sagte er: „Christian ist ein Mann, der mir sehr viel bedeutet. Es gibt Spieler, zu denen man eine engere Bindung aufbaut als zu anderen. Und er ist einer von denen, die mir besonders nahestehen – gerade auch aufgrund der Erfahrung, die er mitbringt. Ich habe das Gefühl, eine wirklich gute Beziehung zu ihm zu haben und ihn sehr gut zu kennen.“


