Das Aus von Shootingstar Lennart Karl sorgt für Wirbel. Am Freitag verletzte sich der Bayern-Youngster beim Abschlusstraining vor dem letzten WM-Test gegen die USA. Diagnose: Muskelbündelriss. Die Weltmeisterschaft ist für ihn gelaufen.
Auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus (65) leidet mit. Bei der „DFB x Volkswagen Rooftop Night“ in Chicago äußerte er sich zum Karl-Schock – sichtlich betroffen.
„Das ist natürlich ein Schock gewesen für mich. Es ist aber auch das Risiko, dass du als Spieler hast, eben mit Verletzungen klarzukommen. Dass sie natürlich zum ungünstigsten Zeitpunkt jetzt gekommen ist, das ist schlimm genug. Es tut mir leid. Aber es geht weiter.“
Lothar Matthäus kam mit Freundin Theresa Sommer zur „DFB x Volkswagen Rooftop Night“ in Chicago
Doch nicht nur die Verletzung sorgt für Gesprächsstoff. Auch die Nachnominierung von Leipzigs Assan Ouedraogo (20) überrascht viele.
Matthäus: „Ja, auch für mich überraschend, weil es ja nicht positionsgetreu war im Endeffekt. Es ist jetzt ein offensiver Mittelfeldspieler gekommen. Für einen, der vorn seine Qualitäten hat. Aber Julian Nagelsmann hat sich ganz sicher was dabei gedacht.“
Matthäus hatte andere Namen im Kopf: „Ich hätte eher an (Said) El Mala gedacht. El Mala war mein erster Gedanke. Dann hätte ich gedacht, hinten rechts fehlt mir noch so ein Back-up für einen Joshua Kimmich. (Waldemar) Anton von Dortmund kann das spielen, es ist aber nicht seine Idealposition. Dann habe ich an (Josha) Vagnoman gedacht. Vielleicht auch an (Ridle) Baku von Leipzig. Und jetzt bin ich ein bisschen überrascht worden. Ich habe mich gerade schon ein bisschen umgehört. Nicht nur ich, sondern viele sind eben über diese Nominierung überrascht.“
Said El Mala kam für Köln in dieser Saison auf 13 Tore und 5 Assists in 36 Spielen
Matthäus: „Diesen Schock muss er erstmal verarbeiten“
Matthäus macht Karl auch Mut. Er sieht die Zukunft trotz allem positiv: „Er hat Gott sei Dank noch ein Alter, wo es wahrscheinlich nicht die letzte Weltmeisterschaft ist, sondern er hat noch drei, vier vor sich. Und da drücken wir die Daumen, aber jetzt erst mal dieser Schock, den muss er auch im Kopf verarbeiten. Ich glaube, er hat einfach so viel Spaß beim Fußball, dass er sagt: ‚Okay, das ist eben dieser traurige Moment, den ich jetzt mitnehme. Vielleicht macht ihn das noch stärker. Ich drücke ihm die Daumen, dass er schnellstmöglich wieder gesund wird.“
Der Karl-Schock bleibt das beherrschende Thema rund um das DFB-Team – sportlich wie personell.

