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Der Videobeweis hat auch in der abgelaufenen Saison für kon­troverse Diskussionen gesorgt – nicht nur in der Bundesliga. Für eine neue Studie im Auftrag von „Snickers“ (Sapio Research / Mars: Fan-Studie VAR (2025/2026)) befragte ein Marktforschungsinstitut jeweils 2000 volljährige Fans in Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Polen und den Niederlanden. Die wesentlichen Ergebnisse:

► 50 Prozent dauert der Videocheck zu lange.

► Für 25 Prozent wertet der Videoschiri (VAR) die Rolle des Referees auf dem Platz ab.

► Für 19 Prozent trifft der VAR in den meisten Fällen die falsche Entscheidung.

► Für 34 Prozent sind die Entscheidungen nach VAR-Intervention zu uneinheitlich.

► 33 Prozent würden eher Fehlentscheidungen akzeptieren, als lange auf einen VAR-Check zu warten. 39 Prozent sehen das anders.

► Für 37 Prozent hat der Videobeweis das Spiel verbessert. 25 Prozent sind vom Gegenteil überzeugt.

Der DFB stellte SPORT BILD die aktuellen VAR-Zahlen zur Verfügung: In der Bundesliga hat der Videoschiri im Kölner Keller in den 306 Spielen insgesamt 127-mal eingegriffen.

Welche Vereine die häufigsten VAR-Eingriffe zu verzeichnen hatten, welche Klubs die längste Gesamt-Wartezeit während der Checks, listet eine Studie der Datensammler von „Opta Data“ im Auftrag von „Snickers“ auf.

Am meisten betroffen von VAR-Eingriffen war Mönchengladbach (12) vor Stuttgart (10) sowie dem FC Bayern und Freiburg (je 9). Relativ wenig zu tun mit dem Kölner Keller hatten Heidenheim (4), St. Pauli, Union Berlin, Dortmund und Augsburg (je 5). Mit 126 Interventionen listet „Opta Data“ insgesamt einen Eingriff weniger auf als der DFB.

Am längsten standen die Stuttgarter Spieler während der VAR-Checks auf dem Spielfeld herum: insgesamt 8,2 Minuten (durchschnittliche Verzögerung: 49,2 Sekunden). Es folgen Gladbach (6,9 Min./34,3 Sek.) und der HSV (6,5 Min./55,3 Sek.). Insgesamt sorgte der VAR in der Saison 2025/26 laut „Opta Data“ für eine Wartezeit von 78 Minuten.

Weiter ins Detail gehen die Bundesliga-Zahlen der DFB Schiri GmbH: Von den 127 Interventionen waren 121 korrekt, sechs falsch. Neunmal hat sich der VAR trotz einer falschen Entscheidung des Schiris auf dem Platz nicht gemeldet.

69-mal guckte sich der Schiri die strittige Szene nach VAR-Intervention auf dem Monitor am Spielfeld­rand selbst an. 58-mal verzichtete er, da es sich in erster Linie um die Feststellung einer strafbaren Abseitsposition durch die halbautomatische Abseitstechnik handelte.

118-mal änderte der Schiri nach Meldung aus dem Kölner Keller seine Entscheidung, neunmal blieb er bei seiner ursprünglichen Bewertung.

Die Verteilung der Interventionen:

► 64-mal Tor/kein Tor

► 53-mal Strafstoß/kein Strafstoß

► 9-mal Rote Karte/keine Rote Karte

► 1-mal Spielerverwechslung bei persönlicher Strafe.

Die durchschnittliche Dauer der Checks betrug laut DFB 96,7 Sekunden. (Opta Data: 37,2 Sek.). Die Diskrepanz erklärt sich durch verschiedene Messzeiträume.

Die DFB-Zahlen für die 2. Liga:

101 VAR-Eingriffe insgesamt, davon vier falsche. Zwölf Interventionen fehlten. 54-mal guckte der Schiri selbst auf den Monitor, 47-mal verließ er sich auf den VAR, vor allem bei Abseits. 95-mal änderte der Schiri seine Entscheidung, sechsmal nicht.

Die niedrigere Zahl der Interventionen in der 2. Liga erklärt sich zum Teil durch die Tatsache, dass bei den meisten Zweitligaspielen weniger TV-Kameras eingesetzt werden als in der Bundesliga. Entsprechend können manche Situationen nicht so gut aufgelöst werden, wodurch es zu weniger VAR-Eingriffen kommt.

Die Verteilung der Interventionen:

► 51-mal Tor/kein Tor

► 42-mal Strafstoß/kein Strafstoß

► 7-mal Rote Karte/keine Rote Karte

► 1-mal Spielerverwechslung bei persönlicher Strafe.

Die durchschnittliche Dauer der Interventionen: 99,0 Sekunden.

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