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Es ist angerichtet: Die San Antonio Spurs und die New York Knicks stehen in den NBA-Finals 2026. Holt sich Superstar Victor Wembanyama in seinen ersten Play-offs direkt den Titel oder endet die 53-jährige Durststrecke der Knicks? SPORT BILD hat sich beide Teams im Finals-Check analysiert und liefert Ihnen die große Vorschau auf den Showdown.

Spurs vs. Knicks: die Superstars

Bei den San Antonio Spurs muss man nach dem Superstar nicht lange suchen – schließlich ist Victor Wembanyama ganze 2,24 Meter groß und wird nicht umsonst schlicht das „Alien“ genannt. Der Franzose machte in der Halbfinal-Serie gegen Titelverteidiger OKC in keinem Spiel weniger als 20 Punkte, dominiert außerdem mit über zehn Rebounds pro Partie das Brett. „Wemby“ ist wegen seiner Größe und herausragenden Beweglichkeit defensiv wie offensiv eine Macht.

Neben dem „Alien“ haben die Spurs noch einen weiteren All-Star in ihren Reihen: Guard De’Aaron Fox liefert solide 16 Zähler pro Play-off-Partie und überzeugt besonders mit seiner extremen Ballsicherheit. Sollte San Antonio Turnover-Probleme bekommen, kann Fox für Ruhe sorgen.

Victor Wembanyama und De’Aaron Fox (28) sind die beiden All-Stars der San Antonio Spurs

Foto: Getty Images via AFP

Allgemein werden die Knicks eher als Team mit vielen guten Spielern gesehen, passen nicht in das Muster der „Superteams“, die bisher häufig die NBA gewannen. Genau wie die Spurs warten auch die New York Knicks zwar mit zwei All-Stars, einem Guard und einem Big Man auf – doch an das Niveau von Wembanyama kommt kein Knick heran. Trotzdem verdienen die New Yorker Stars ihren Respekt – so war Spielmacher Jalen Brunson der drittbeste Scorer der Regular Season und macht auch in den Play-offs seine 27 Punkte pro Spiel.

Karl-Anthony Towns Jr. ist einer der etabliertesten Center der Liga, holte dieses Jahr seine sechste All-Star-Auszeichnung. „KAT“ ist der Inbegriff des modernen Big Man: Mit solidem Scoring, zehn Rebounds und sechs Assists pro Spiel bringt der US-Amerikaner alles mit. Auch an der Dreierlinie sollte man Towns nicht zu viel Platz geben – in diesen Play-offs trifft er im Schnitt jeden zweiten Distanzwurf.

Die beiden größten Stars der New York Knicks: Karl-Anthony Towns Jr. (30/l.) und Jalen Brunson (29)

Foto: Getty Images

Stärken & Schwächen

Beide Teams sind beim Scoring nicht zu sehr von einzelnen Stars abhängig, bringen fünf (Knicks) und sogar sechs (Spurs) Spieler mit, die in den Play-offs im Schnitt zweistellig punkten. Vieles dürfte in diesen Finals jedoch davon abhängen, wie gut die Offensive New Yorks gegen Victor Wembanyama funktioniert. Der Franzose wurde nicht ohne Grund zum „Defensiven Spieler des Jahres“ gewählt, ist besonders unter dem Korb kaum zu überwinden.

Hier könnte das Matchup gegen Towns den Knicks in die Karten spielen. Das liegt an der Dreiergefahr, die der Center ausstrahlt. Kann New York „Wemby“ vom eigenen Korb weglocken und in Pick & Rolls verwickeln, ist eine große Stärke der Spurs aus dem Spiel genommen. Auch Towns‘ Spielmacher-Fähigkeiten sprechen für die Knicks. Hier hat der New Yorker im Vergleich mit Wembanyama klar die Nase vorn. Defensiv könnte New York dem Franzosen auch OG Anunoby (28) entgegenstellen – so bereits geschehen beim Duell beider Teams im NBA-Cup im Dezember 2025. Eine Stärke Anunobys ist es, mit seiner Körperlichkeit größere Spieler vom Korb wegzudrücken, bevor sie den Ball bekommen. „Wemby“ ist zwar kein schlechter Werfer, doch hat seine Stärken eindeutig unterm Korb. Können die Knicks den Franzosen aus seinen Komfortzonen zwingen, haben die New Yorker eine gute Chance.

Ein weiterer Vorteil für die Knicks dürfte die deutlich längere Ruhephase sein. Denn: New York gewann die Conference Finals im Osten in nur vier Spielen, musste damit seit dem 26. Mai nicht mehr aufs Parkett. San Antonio hingegen brauchte sieben Partien, um OKC zu besiegen – erst am Sonntag machten „Wemby“ & Co. die Finalteilnahme klar.

In New York herrscht seit dem ersten Finals-Einzug seit 1999 ein Ausnahmezustand

Foto: Getty Images via AFP

Und was spricht für die Spurs? Ganz „einfach“: Auf dem Papier sind sie das bessere Team. Die Knicks spielen in den Play-offs eher über ihrem Niveau, während die Spurs erwartbar stark sind. Immerhin holte San Antonio ganze neun Siege mehr als New York in der Regular Season und schaltete in den Western Conference Finals mit den Oklahoma City Thunder den amtierenden Meister und das ligaweit beste Regular-Season-Team aus.

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