Die Füchse Berlin brauchen noch drei Siege aus den letzten drei Spielen, dann ist ihnen hinter dem SC Magdeburg der Vizemeister-Titel nicht mehr zu nehmen und als Zweiter der Daikin Handball-Bundesliga steht dann auch die erneute Champions-League-Teilnahme sicher fest.
Grund genug also für Füchse-Trainer Nicolej Krickau (39), den Gegner am Freitag (20 Uhr, Dyn) nicht zu unterschätzen. Die Berliner müssen in die gefürchtete Werner-Aßmann-Halle zum ThSV Eisenach. „Wir müssen eine bessere Leistung als beim 30:30 gegen Hannover bringen. Wir glaubten, wir wären voll da, waren es aber nicht. Mit nur 88 Prozent gewinnst du in der Bundesliga nicht.“ Die Analyse nach dem Spiel hat für den Coach Folgendes ergeben: „Für einen Sieg in Eisenach sind es drei Sachen, die wir besser machen müssen. Wie bekommen wir also eine bessere Leistung als gegen Hannover hin. Erstens: Halbgut reicht in der Liga nicht. Zweitens: Wir müssen den Hexenkessel in Eisenach akzeptieren und diese Atmosphäre genießen. Drittens: Eisenach ist eine Mannschaft, die taktisch immer noch viel umstellt, die sind flexibel im Angriff und Abwehr.“
Handball: Füchse mit Final-Druck, Drei Siege bis zur Königsklasse!
Seit dem Aufstieg 2023 hagelt es für Eisenach teils deftige Pleiten. Im Hinspiel (35:25) im September kassierten die Thüringer die einzige Saisonniederlage mit mehr als zehn Toren Differenz. Einen Sieg gab es zuletzt vor 13 Jahren. Krickau warnt trotzdem: „Wenn jeder Spieler mit fünf, sieben, zehn Prozent zu wenig kommt, wird der gesamte Rhythmus gestört. Individuell waren wir nicht auf dem höchsten Niveau. Aber wir haben den Glauben daran, dass wir unseren Rhythmus noch im Körper haben.“ Und er schiebt nach: „Durch die Niederlage von Flensburg in Stuttgart hat sich bei uns trotzdem nichts verändert, wir wollen alle Spiele gewinnen, darauf liegt unser Fokus, denn von hinten kommt auch noch Gummersbach. So haben wir es in unseren eigenen Händen. Es hat gut gepasst, dass wir jetzt ein paar Trainingseinheiten mehr hatten, als nach der Länderspielpause.“

