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Es läuft einfach wie am Schnürchen! Mehrere hundert Magdeburger Fans empfangen den Handball-Meister in Mannheim. Auch dort bietet der SCM eine starke Vorstellung und schlägt die Rhein-Neckar Löwen mit 33:30 (17:13). Die Meister-Party vom Donnerstag hat also keinerlei Spuren hinterlassen.

Foto: BILD

Es ist auch ein Familienduell: Haukur Thrastarson (25) von den Löwen ist der Cousin von Magdeburgs Elvar Örn Jonsson (28). Viel deutet darauf hin, dass sie in Zukunft zusammen auflaufen werden. Nach Magdeburgs Meister-Party vom Donnerstag hatten die SCM-Spieler Freitag frei und sind Samstag wieder ins Training eingestiegen. Matthias Musche (33) dazu bei Dyn: „Es gab Diskussionen in der Mannschaft und mit dem Trainerteam, wie wir die nächsten Tage gestalten möchten. Wir waren uns einig und wollen nicht zu viel frei haben, sondern trainieren und fit bleiben.“ Und der SCM beginnt mit voller Kapelle: Die Meister-Helden Kristjansson, Saugstrup, Mertens und Claar starten alle von Beginn an. Kein gutes Omen: Den letzten Löwen-Heimsieg gegen den SCM gab es 2018.

Handball-Bundesliga: Magdeburg beginnt stark gegen Rhein-Neckar Löwen

Magdeburg beginnt spielfreudig, geht durch Felix Claar (29) und Lukas Mertens (30) in Führung. Dann gibt es ein Déjà-vu für den SCM: Nach der schlechten Siebenmeter-Serie aus den letzten Wochen scheitert Omar Ingi Magnusson (29) wieder vom Strich – es bleibt beim 3:2 (4.). Nicht nur hier hält Nationalkeeper David Späth (24/11 Paraden) stark und die Löwen im Spiel. Super-Däne Magnus Saugstrup (29) muss wenig später auf der Magdeburger Bank behandelt werden, ihn ersetzt Tim Zechel (29). Schönes Jubiläum: SCM-Außenspieler Daniel Pettersson (34) trifft zum 8:6 – sein 500. HBL-Feldtor! Doch die Löwen bleiben dran: Besonders Haukur Thrastarson und Edwin Aspenbäck (25) sorgen immer wieder für Gefahr. Nach 17 Minuten (10:9) nimmt SCM-Trainer Bennet Wiegert (44) seine erste Auszeit und sagt: „Jungs, bleibt locker. Ich weiß, wir haben mehr verdient, aber das zählt nicht. Wir müssen bis zum Schluss arbeiten!“ Löwen-Trainer Maik Machulla (49) ist bislang zufrieden: „Wir sind voll im Spiel. Nur vorm Tor müssen wir mutiger sein.“ Doch vor der Pause zieht Magdeburg an und mit mehreren Toren davon. Der SCM findet jetzt mit Ball immer bessere Lösungen und steht hinten äußerst kompakt. Deshalb geht es mit einer deutlichen 17:13-Führung für den SCM in die Kabinen.

Keine Spur von Müdigkeit: Magdeburg gewinnt Bundesliga-Kracher

Löwen-Rückraumspieler Aspenbäck bei Dyn: „Wir machen zu einfache technische Fehler. Magdeburg kann dann einfache Tore machen und holt sich diese Ruhe. So wird es schwer.“ Magdeburgs Elvar Örn Jonsson ist nach dem Seitenwechsel einmal mehr in eine schmerzhafte Aktion verwickelt: Das Familientreffen mit seinem Cousin ist nichts für einen gemütlichen Sonntag. Magdeburg ist weiterhin nichts von einem Meister-Kater anzusehen und führt nach 37 Minuten mit 22:16. Es riecht schon nach Vorentscheidung, bis sich die Mannheimer aber nochmal zurückmelden. Sie halbieren ihren Sechs-Tore-Rückstand in wenigen Minuten. Jetzt kommt nochmal Spannung auf: Magdeburg ist nicht mehr so dominant, die Kräfte schwinden. Trotzdem können die Löwen aber nicht mehr aufschließen. Magdeburg gewinnt schlussendlich mit 33:30.

„Ich bin ganz schön im Eimer“, gibt SCM-Linksaußen Lukas Mertens zu. „Am Donnerstag haben wir noch gefeiert, einige haben nur zwei, drei Stunden geschlafen. Dass wir dann heute so ein Spiel hinhauen, ist schon geil. Großen Respekt an die Mannschaft.“ Haukur Thrastarson von den Rhein-Neckar Löwen zur Niederlage: „Ich bin enttäuscht. Wir waren nicht gut genug, um sie zu schlagen. Sie waren ein Level über uns und wenn sie in Führung gehen, ist es schwierig, zurückzukommen.“

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