Diese Aussage würden sicher nicht viele unterschreiben. Nach dem enttäuschenden Playoff-Aus der Denver Nuggets meldete sich Rollenspieler Christian Braun (25) zu Wort – und wartete mit einer steilen These auf.
Braun erklärte gegenüber der „Denver Post“: „Ich denke einfach, dass ich der Leader dieses Teams bin. Ich bin der vokale Leader dieses Teams.“ Gewagte Worte für jeden NBA-Spieler, der noch nie in einem All-Star-Team gespielt hat – und noch überraschender, wenn man bedenkt, dass ein gewisser Nikola Jokić (31) ebenfalls für die Nuggets spielt. Der Serbe wurde immerhin in drei der letzten fünf NBA-Saisons zum MVP gewählt und steht auch dieses Jahr wieder in der engen Auswahl für die Auszeichnung als wertvollsten Spieler der Liga.
Christian Braun (25) von den Denver Nuggets
Dass Braun für die Nuggets ein wichtiger Rotationsspieler ist, ist nicht von der Hand zu weisen. Dass seine Aussagen im Netz für etwas Häme sorgten, überrascht bei Teamkollegen wie Jokić oder auch Jamal Murray (29) allerdings auch nicht unbedingt.
NBA-Superstar Jokić: „Ich muss besser spielen“
Trotzdem möchte Braun offenbar Verantwortung für die Niederlage gegen die Timberwolves übernehmen. „Ich habe individuell nicht gut genug gespielt und ich hatte das Team nicht gut genug auf eine harte Serie vorbereitet“, so der Shooting Guard. Tatsächlich blieb Braun in fast allen Spielen unter seinem Punkteschnitt von zwölf Zählern pro Partie, scorte nur in einem Spiel zweistellig. Doch auch Superstar Jokić kam nicht an sein übliches Leistungsniveau heran, gab sich ähnlich wie Braun selbstkritisch: „Ich hätte besser spielen müssen. Ich muss besser spielen. Ich hatte das Gefühl, ab Spiel drei langsam in Rhythmus zu kommen, aber es hätte deutlich besser sein müssen.“ Die Enttäuschung wollen die Nuggets jetzt in Motivation ummünzen. Braun: „Wir werden besser sein. Ich werde besser sein. Ich freue mich auf nächstes Jahr und darauf, wie wir reagieren.“

