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Álvaro Arbeloa (42) ist der Nachfolger von Xabi Alonso bei Real Madrid und bringt klare Vorstellungen mit: Gegenpressing, Intensität, hohes Anlaufen, Spielkontrolle durch Ballgewinne in der gegnerischen Hälfte.

Alonso-Nachfolger will wie Klopp spielen

Seine größte Inspiration? Jürgen Klopp mit seinem berühmten Stil Gegenpressing. Doch genau darin liegt auch das Problem. Denn: An einer ganz ähnlichen Idee ist sein Vorgänger Alonso gescheitert. Der Plan: Mehr Klopp, weniger Ancelotti.

Arbeloa, Weltmeister mit Spanien, zweimaliger Champions-League-Sieger mit Real Madrid, gilt als kluger Taktiker und Aufsteiger aus der eigenen Akademie. Seit Sommer trainiert er Castilla, zuvor war er für Reals U19 verantwortlich. In Sachen Philosophie ist sein Kurs eindeutig, das berichten zumindest spanische Medien.

Doch genau diesen Umbruch hatte zuvor bereits Ex-Leverkusen-Coach Alonso eingeleitet – mit dem Rückhalt der Klubführung, die einen bewussten Schnitt nach der Ära Ancelotti wollte. Mehr Disziplin, mehr Pressing, weniger Wohlfühlzone.

Xabi Alonso (44) scheiterte bei Real Madrid – wohl auch wegen seiner modernen Ideen als Trainer

Foto: Getty Images

Doch was auf dem Papier wie eine Modernisierung klang, stieß in der Realität auf massive interne Widerstände. Mehrere Medien berichten übereinstimmend: Bereits kurz nach Amtsantritt fühlten sich erfahrene Spieler gegängelt, beklagten sich über zu viel Taktik, zu wenig Freiheit. Doch das prallte auf eine Mannschaft, die unter Ancelotti viel Eigenverantwortung und kreative Freiheit genossen hatte. Bis Oktober herrschte intern bereits spürbarer Unmut. Spieler wünschten sich „mehr Gefühl“ und „weniger System“.

Und nun? Kommt mit Arbeloa ein Trainer, der inhaltlich offenbar dasselbe will, und das in ein Umfeld, das bereits einmal gegen genau diese Richtung rebelliert hat. Sollte er erneut versuchen, das Team mit Pressing-Schule und Taktik-Tiefe zu reformieren, droht die Geschichte sich zu wiederholen.

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