Sie haben beide einen Riesenschritt gemacht – raus aus der Komfortzone.

Bei Thomas Müller (36) ist der Wechsel gelungen. Florian Wirtz (22) ist bei seinem neuen Klub noch nicht so recht angekommen.

Müllers Abschied von seiner langjährigen sportlichen Heimat FC Bayern war zwar nicht freiwillig und geräuschlos, doch das neue Abenteuer Vancouver Whitecaps hat den ehemaligen deutschen Nationalspieler gepackt und begeistert – und ebenso schnell hat er die Herzen der kanadischen Fans erobert. Er führte Vancouver ins Finale der MLS, unterlag erst dort gegen Inter Miami mit Superstar Lionel Messi (38).

Wichtiger Sieg für Favorit: Tor-Show von Bayern-Star!

Quelle: Sportdigital

Wirtz wechselte für 140 Millionen Euro von Bayer Leverkusen zum FC Liverpool, hat im Star-Ensemble des amtierenden England-Meisters aber noch nicht den Durchbruch geschafft, steckt mit dem Premier-League-Klub in der Krise.

Nach Meinung von Müller wäre ein Wechsel zum FC Bayern für Wirtz womöglich der einfachere Schritt gewesen. In einem Interview mit der „Süddeutschen Zeitung“ sagte der frühere Münchner: „Bei den Bayern hätte er es von der fußballerischen Anpassung garantiert einfacher gehabt, er wäre ja in derselben Liga geblieben.“

Andererseits gebe es aber auch die mediale Aufmerksamkeit als deutscher Nationalspieler in München, „die man als Spieler hat, wenn es für einen beim FC Bayern nicht läuft“, betonte Müller: „Da ist man täglich in der Schmelze.“

Müller sieht seinen Schritt in die MLS im Nachhinein dagegen als goldrichtig an. „Ich war wirklich gerne Teil dieser Mannschaft (Anm.: der FC Bayern) und wäre es im Frühjahr auch gerne geblieben. Aber aus heutiger Sicht kann ich schon sagen, dass mir das Abenteuer in Vancouver auch als Fußballer emotional wahrscheinlich mehr gegeben hat als eine Hinserie mit dem FC Bayern als Ergänzungsspieler.“

Bei seinem Abschied in München sei nichts kaputtgegangen. „Wir sind im Guten auseinandergegangen“, meinte Müller.

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