Bundesliga-Erfahrung für Real Sociedad?

Beim spanischen Traditionsklub Real Sociedad laufen die Planungen für die Trainerzukunft auf Hochtouren. Nach nur 16 Punkten aus 16 Ligaspielen trennte sich der Verein am Sonntag von Cheftrainer Sergio Francisco. Als Interimscoach übernahm Ion Ansotegi (43), der direkt mit einem Sieg im Pokal startete und auch am Samstag beim Liga-Spiel in Levante noch auf der Bank sitzen wird.

Parallel treibt der Klub aus San Sebastián die Suche nach einem neuen Chefcoach voran – mit prominenten Namen. Pellegrino Matarazzo (48) gilt aktuell als Favorit. Der 48-jährige US-Amerikaner, zuletzt bei der TSG Hoffenheim und zuvor beim VfB Stuttgart tätig, soll laut spanischen Medien bereits eine mündliche Einigung erzielt haben. Die offizielle Verkündung ist wohl zeitnah geplant, falls die Basken sich nicht doch nochmal einmal umorientieren.

Denn Matarazzo ist nicht der einzige Kandidat. Auch Marco Rose (49) wird beim Baskenklub hoch gehandelt. Der frühere Trainer von Borussia Dortmund und RB Leipzig soll lange die Wunschlösung gewesen sein, gilt aber als schwer finanzierbar. Ebenfalls im Gespräch: Thiago Motta, der trotz seiner Entlassung bei Juve weiter enge Verbindungen zu Turin wohl pflegt. Weitere Optionen wie García Pimienta (51) oder Raúl González (48) wurden geprüft, sind inzwischen aber wohl aus dem Rennen.

Marco Rose (49)

Foto: picture alliance / Bahho Kara/Kirchner-Media

Für den US-Amerikaner mit italienischen Wurzeln wäre Real Sociedad die erste Auslandsstation seiner Trainerkarriere. In Hoffenheim stand er in 67 Pflichtspielen an der Seitenlinie, setzte auf offensive Dreierketten-Systeme, zahlte aber defensiv häufig Lehrgeld. Genau dort liegt auch das aktuelle Problem von „La Real“: offensiv ordentlich, defensiv anfällig. In La Liga steht der Klub auf Platz 15 – nur einen Punkt vor der Abstiegszone.

Ob der ehemalige TSG-Coach diesen Balanceakt in Spanien meistern kann oder Real Sociedad doch noch auf eine andere Lösung wie Rose oder Motta schielt, dürfte sich in den kommenden Tagen entscheiden. Sicher ist: Die Trainerfrage bleibt eines der spannendsten Themen im spanischen Oberhaus.

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