Kurz vor Weihnachten brennt im spanischen Fußball der Baum.

Der Zoff zwischen den beiden Giganten Real Madrid und FC Barcelona scheint immer mehr zu eskalieren.

Nachdem Florentino Perez, der Präsident der Königlichen, beim traditionellen Weihnachtsessen des Klubs in einem Rundumschlag gegen Barça, die Verwicklung in der Negreira-Affäre und das spanische Schiedsrichterwesen gewettert hatte, antwortete nun Barcelona-Boss Joan Laporta. Er spottete über Perez: „Was ich sehe, ist, dass sie an Barcelonitis leiden, aber an einer akuten Barcelonitis, die sich im Herzen der Madrilenen festsetzt.“

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Quelle: Instagram skiller/ BILD

Laporta vermutete, dass die offen ausgetragene Auseinandersetzung zwischen den beiden Klubs nicht nur in der Negreira-Affäre begründet ist, sondern mit der geplatzten Superliga auch eine andere Ursache hat: „Wir wollen Frieden im europäischen Fußball, andere hingegen nicht.“ Real hält im Gegensatz zu Barça noch immer an Plänen für eine europäische Superliga als Konkurrenz zur Champions League fest.

Der Barça-Boss sagte über die Gründe für den scharfen Ton, der derzeit in Madrid angeschlagen wird: „Fragen Sie sie selbst. Uns kommt das gelegen, denn sie beschäftigen sich mehr mit uns, als sie es eigentlich sollten. Wir werden weiterarbeiten. Das betrifft uns nicht. Aber wenn sich die Rhetorik geändert hat, dann vielleicht, weil es vor einem Jahr gewisse Übereinstimmungen bei den Projekten gab. Und angesichts der Tatsache, dass dieses Projekt nicht zustande gekommen ist und keine Früchte getragen hat, sind wir der Meinung, dass eine Einigung mit der Uefa das Beste für den europäischen Fußball ist, denn bei Barça streben wir Frieden an. Andere scheinen das nicht zu wollen. Dass sie in der Hauptstadt weiter über Barça reden, ist schon in Ordnung. Sie leiden unter akuter Barcelona-Manie, und wir können nichts dagegen tun.“

Perez hatte zuletzt mehrfach scharfe Kritik an der gerichtlichen Aufarbeitung des Negreira-Skandals geübt und indirekt auch aktuelle Schiedsrichter-Entscheidungen gegen die Madrilenen damit in Zusammenhang gebracht, etwa einen verweigerten Foulelfmeter nach einem Einsteigen gegen Vinicius am vergangenen Sonntag in Alaves.

Perez machte klar, dass Real Madrid nicht locker lassen wird: „Wir leiden noch heute unter den Folgen eines Falls, der das Image unseres Sports beschädigt.“ Der Real-Präsident forderte eine radikale Neuaufstellung des Schiedsrichterwesens – und rief dabei auch die Medien auf, Druck zu machen: „Sie alle spielen eine entscheidende Rolle, damit 2026 das Jahr sein kann, in dem Gerechtigkeit herrscht.“

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