Zu Hause Dr. Jekyll, auswärts Mr. Hyde!
Der ThSV Eisenach ist das Team der zwei Gesichter in der Daikin Handball-Bundesliga. Die Thüringer haben alle acht Auswärtspartien verloren, in der heimischen Werner-Assmann-Halle jetzt aber die Punkte 12 und 13 eingefahren. Gegen Frisch Auf Göppingen gewannen die Thüringer am Samstagabend mit 31:27 (16:9).
Schon vor Spielbeginn gab es die ersten Gratulationen. Schiri Robert Schulze feierte seinen 42. Geburtstag. Einen Extra-Handshake gab es von Torwart-Legende Silvio Heinevetter, der mit 41 Jahren damit nur der zweitälteste auf dem Parkett war …
Schrecksekunde für Felix Aellen
Seine Eisenacher waren es dann, die von Beginn an das Kommando übernahmen – doch auch gleich eine Schrecksekunde zu verdauen hatten. Nach knapp sechs Minuten wurde der Schweizer Felix Aellen gleich von drei Göppingern in die Mangel genommen, bekam dabei einen Schlag auf den linken Oberschenkel – und verschwand erst einmal für ein paar Minuten zur Behandlung in der Kabine.
Auf dem Feld legten seine Mitspieler derweil den Grundstein für den Sieg.
Als Timothy Reichmuth nach zwölf Minuten zum 5:2 einnetzte, war das nur der Anfang eines Eisenacher Sturmlaufes. Die Thüringer trafen nach Belieben – und hinten brachte Keeper Matija Spikic die Göppinger Offensive zur Verzweiflung. Das Resultat war eine klare 16:9-Halbzeitführung des ThSV.
Nach der Pause versuchten es die Gäste mit schnellen Tempogegenstößen – und hatten Erfolg. Während der ThSV immer wieder nur mit Mühe zu seinen Toren kam, war Frisch Auf plötzlich frischer drauf – und kam sogar bis auf 29:27 heran (57.). Doch genau in dieser Schlussphase bewies Oldie Heinevetter, warum er so wertvoll ist. Vier Paraden binnen zehn Minuten halfen, den Heimsieg zu sichern.
Leipzig kassiert Klatsche in Erlangen
Den Befreiungsschlag im Tabellenkeller verpasst hat indes der SC DHfK Leipzig. Die Sachsen verloren beim HC Erlangen mit 26:30 (13:16). Franz Semper war mit sieben Toren und drei Assists bester Leipziger – doch seine Ausbeute reichte nicht, um auch zumindest einen Punkt aus Franken zu entführen.
Der SC DHfK bleibt damit Letzter, Erlangen schiebt sich auf Rang 13 vor und hat nun ordentlich Luft auf die Abstiegsränge.


