Zweiter Sieg im zweiten WM-Spiel. Nach Island (32:25) und Uruguay (38:12) erledigen die deutschen Handball-Frauen bei den Weltmeisterschaften in Deutschland und den Niederlanden ihre Pflichtaufgaben mit Bravour. Sonntag (18 Uhr/Sporteurope.tv) geht im letzen Vorrundenspiel gegen Serbien.

Doch wer ist der Mann, der auf der Trainer-Kommandobrücke steht und mit 17 starken Frauen endlich wieder eine Medaille für den DHB holen will?

Beobachtet man Bundestrainer Markus Gaugisch (52) an der Seitenlinie, fallen gleich zwei Marotten auf. Ex-Nationalspielerin und Team-Managerin Anja Althaus (43) lacht: „Er steckt immer seine Jogginghosenbeine in weiße Sportsocken und er braucht immer seine Fisherman’s Friend Bonbons.“

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Quelle: DYN MEDIA

Gaugisch schmunzelt ertappt: „Ja, irgendwie ist das schon eine kleine Sucht, die habe ich immer in der Hosentasche, werden vor dem Spiel und im Spiel gebraucht. Wie es dazu gekommen ist, kann ich gar nicht mehr sagen, vielleicht weil Kaugummi kauen an der Bank nicht so gut aussehen würde. Inzwischen ist das ganze Trainerteam angesteckt und ich süchtig.“

Für den Nachschub und immer neue Geschmacksrichtungen sorgt übrigens Anja Althaus. Sie lacht: „Immer wenn ich einkaufen gehe, bringe ich Markus welche mit, immer, auch wenn ich weiß, dass er einen Vorrat dabei hat.“

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Wie tickt der Bundestrainer noch und wie nennt er eigentlich seine 17 Frauen?

Gaugisch schmunzelt und verrät SPORT BILD: „Ich darf meine Mädels sagen, weil sie sich selbst auch so nennen. Aber eine besondere Bezeichnung habe ich nicht.“ Gaugisch und das Nationalteam, das scheint zu passen, die Frauen sind offenbar sehr zufrieden mit ihrem Coach. Torhüterin Sarah Wachter (25): „Nerven können wir ihn nur mit Unpünktlichkeit und schlechtem Essen, das mag er nicht.“

Und manchmal auch mit der Musik im Bus. Gaugisch: „Die Mädels hören alles kreuz und quer, auch viel Ballermann-Musik zum Mitsingen. Es ist ertragbar. Ich selbst bin da eher der Rocker, etwas anders unterwegs. Wenn ich es mal nicht aushalte, dann setze ich mir die Kopfhörer auf und gehe in meinen Tunnel, höre eher Linkin Park oder Metallica.“

Foto: BILD

Markus Gaugisch ist seit 2022 im Amt. Der Ex-Handballer ist eigentlich studierter Lehrer für Deutsch und Sport am Karl-von-Frisch-Gymnasium in Dußlingen. „Damit ich mich voll auf den Bundestrainer-Job konzentrieren kann, bin ich für die Zeit meiner Vertragslaufzeit (noch bis April 2026 d. Red.) beurlaubt. Das ist toll, diese Möglichkeit zu haben.“

Und Gaugisch schiebt stolz hinterher: „Es ist ein Traumjob und eine große Ehre die deutsche Nationalmannschaft trainieren zu dürfen, allein die Chance zu haben, an Olympischen Spielen und WM oder EM teilnehmen zu können, war schon immer mein Traum. Diesen kann ich jetzt aktiv beeinflussen.“

Wenn Gaugisch einen Zauberstab hätte, würde er sofort eine Sache ändern: „Dass, das, was die Mädels leisten, besser gesehen wird. Ich glaube, das wäre ein Wunsch, den wir hier alle haben. Dass die Bedingungen für diese Generation im Mädchen- und Frauenhandball einfach besser werden, dass Handballerin sein, ein Beruf ist und nicht nur als Hobby angesehen wird. Das ist es nämlich nicht, die Mädels trainieren genauso hart und professionell wie die Männer, ordnen ihr ganzes Leben dem Sport unter und haben dabei aber viel schlechtere Voraussetzungen und weniger Unterstützung.“

Gaugisch und die DHB-Frauen wollen endlich einmal bei einem großen Turnier über das Viertelfinale hinaus. Eine Sache, die sein Sohn Kalle schon geschafft hat. Der wurde im November 2025 überraschend mit der deutschen U17-Nationalmannschaft Weltmeister. Gaugisch zu SPORT BILD: „Eine Medaillen-Wette haben wir nicht, aber ich bin im Familien-Ranking auf alle Fälle hinterher. Er hat schon gegen Frankreich gewonnen, ich noch nicht.“ Frankreich ist bei den Frauen der amtierende Weltmeister …

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