Die deutsche Mannschaft gewinnt vor 5527 Zuschauern in der ausverkauften Stuttgarter Porsche-Arena ihren WM-Auftakt gegen Island 32:25 (18:14).
Mit Fußball zum Sieg. Bundestrainer Markus Gaugisch (52) weiß, womit er seine Frauen motivieren und glücklich machen kann. Vor dem ersten WM-Spiel gegen die Isländerinnen lässt der Coach beim Abschluss-Training und Hallenboden-Test die DHB-Auswahl Fußball spielen. Funktioniert prima, denn beim Auftakt funktioniert es dann auch mit den Händen bestens.
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Die ersten zehn Minuten sind noch von großer Nervosität geprägt, doch schon nach 15 Minuten haben die DHB-Frauen alles im Griff, führen 12:8.
Auf der Tribüne im Block 11 A, Reihe 14, Platz 4 drückt auch Männer-Bundestrainer Alfred Gislason (66) live die Daumen, sagt: „Die Mädels haben eine sehr gute Chance, erfolgreich zu sein. Das heißt, vielleicht ins Halbfinale zu kommen.“
Und der Isländer schiebt nach: „Das hoffe ich natürlich sehr, denn das Turnier findet ja in Deutschland statt und alle Hallen sind so gut wie voll oder ausverkauft, wie damals bei den Männern. Ich wünsche mir, dass diese einzigartige Stimmung in Deutschland wirklich gut rüberkommt. Bei uns 2024 war es einfach die ganze Zeit so eine Art Volksfest.“
Weil die deutsche Mannschaft die Isländerinnen nicht so schnell abschütteln kann (14:12), lässt Gaugisch nach 25 Minuten „Männer-Handball“ spielen, agiert mit vier Rückraumspielerinnen, statt wie üblich drei. Gaugisch gibt bei SPORT BILD zu: „Das habe ich mir vor der WM-Saison schon ein wenig aus der Männer-Bundesliga abgeschaut. Wir hatten das Gefühl im Trainerstab, dass unsere Mädels da auch richtig Bock darauf hatten.“
Und Gaugisch behält recht damit, bringt die Jüngste im Team, Nieke Kühne (21) als vierte Rückraumspielerin (Smits, Thomaier, Engel) dazu. Mit Kühne schrauben die deutschen Frauen das Tore-Polster zur Halbzeit wieder auf vier Treffer Vorsprung hoch (18:14).
Nach 37 Minuten sind die deutschen Frauen auf sechs Tore weg (22:16). Doch die Nervosität bleibt. Gaugisch greift wieder zur Männer-Taktik: Diesmal mit Emily Vogel, Alina Grijessels, Nieke Kühne und Nina Engel. Funktioniert wieder gut. Mit einem schönen Kempa-Trick hämmert Emily Vogel das 25:21 (38.) rein. Endlich ist auch Torhüterin Katharina Filter (25) im Spiel angekommen, pariert einen Siebenmeter (40./insgesamt 11 Paraden), wird immer besser.
Gaugisch bringt beim 30:22 (55.) seine gesamte Bank noch mit ins Spiel. Acht Tore Vorsprung, der Drops ist gelutscht. Beste Werferinnen sind nach dem ersten WM-Spiel Alina Grijseels (7 Tore), Jenny Behrend (5), Nieke Kühne (5) und Viola Leuchter (4).


