Dass der BVB-Star Waffen in der Post hatte, war kein Versehen, sagt der Staatsanwalt.

BILD hatte am Sonntag den Strafbefehl über 450.000 Euro gegen Karim Adeyemi (23) enthüllt. Gegenüber Borussia Dortmund und dem DFB erklärte er, über den verbotenen Inhalt seiner Bestellung im Internet nicht Bescheid gewusst zu haben.

Denn: Die Waffen seien in einer sogenannten „Mystery Box“ von TikTok gewesen. In der Regel ist der Inhalt dem Käufer nicht bekannt und damit eine Überraschung. Adeyemi gab zu, „leichtsinnig“ gehandelt zu haben.

BILD zufolge bestellte Adeyemi allerdings bewusst bestimmte Waffen! Im Strafbefehl des Amtsgerichts Wetter soll stehen, dass der Profi wusste, „u. a. ein Schlagringmesser, einen Schlagring und ein Elektroimpulsgerät per Post“ zu erhalten.

Interessant: Adeyemi hatte keinen Einspruch gegen den Strafbefehl eingelegt, der am 30. Oktober 2025 rechtskräftig wurde. Heißt: Er hat sich dem Vorwurf, gewusst zu haben, dass er verbotene Waffen erhält, nicht entgegengestellt.

Live-Debatte zu Adeyemi: „Nicht das erste Mal, dass er auffällig wird!“

Quelle: BILD

Auf Anfrage von BILD teilte sein Anwalt mit: „Wie der Name ‚Mystery Box‘ nahelegt, war zwar ersichtlich, dass sie Gegenstände wie die in der frei zugänglichen Verkaufsannonce exemplarisch gezeigten Waffen enthalten würde, nicht aber, welche konkreten (geschweige denn unerlaubten) Waffen dies sein werden. Karim Adeyemi hat seine Gesprächspartner bei BVB und DFB hierüber vollständig informiert.“

Adeyemi muss wegen illegalen Waffenbesitzes 450.000 Euro zahlen – die Summe setzt sich zusammen aus 60 Tagessätzen à 7500 Euro, berechnet nach seinem geschätzten Nettoeinkommen (ca. 2,7 Millionen Euro pro Jahr).

Vorbestraft ist Adeyemi damit nicht, aber: Er bekommt einen Eintrag im Bundeszentralregister, heißt es in dem Bericht.

ttn-36