Bei diesem Angebot musste Frank Carstens (54) nicht lange nachdenken, ob er es annimmt. Der aktuelle vereinslose Coach (zuletzt HSG Wetzlar) wechselt über den großen Teich und geht in die Vereinigten Staaten.
Deutscher Handball-Trainer nach Los Angeles!
Spiel eskaliert: Brutale Massen-Schlägerei beim Handball
Carstens wird für vorerst drei Turniere den 2001 gegründeten Los Angeles Handball Club übernehmen. Das Team aus der kalifornischen Metropole will die California Eagles überflügeln. Jene California Eagles, die zuletzt beim Super Globe in Kairo Gruppengegner des SC Magdeburg waren.
Besitzer und Präsident des LA-Teams ist mit Lewis Howes (42) ein ehemaliger Handball-Nationalspieler der USA. Howes hat sich in den Vereinigten Staaten auch einen erstklassigen Ruf als Buchautor erarbeitet, sein Instagram-Account hat aktuell 4,6 Millionen Follower.
Für Carstens beginnt das Abenteuer bereits nächste Woche mit einem ersten Turnier in Chicago. Das zweite Turnier steigt vom 5. bis 7. Dezember in Denver, das dritte am 27. und 28. Februar in New York, im Sommer folgt das endgültige Qualifikations-Turnier für den Super Globe 2026, voraussichtlich wieder in Las Vegas.
Für Carstens geht es bei seinem Handball-Abenteuer in den USA nicht um die Bezahlung. Der Trainer: „Da geht es um das Erlebnis und darum, den Handball weiter weltweit zu internationalisieren. Handball-Experten wie Stefan Kretzschmar haben nicht unrecht mit ihrer Ansicht, dass es dem Handball nicht guttut, wenn er sich nur noch auf internationale Turniere in Europa, speziell Deutschland oder Dänemark, fokussiert.“
Das Team aus Los Angeles und ihr Besitzer Howes haben bereits mit namhaften Spielerverpflichtungen für Aufsehen gesorgt. Zum Kader zählen unter anderem der ehemalige spanische Weltklassespieler Viran Morros und der aus der Handball-Bundesliga bekannte Domagoj Srsen, der in der Saison 2018/19 für die TSV Hannover-Burgdorf spielte.


