Das sagt Sebastian Hinze (46), der drei Jahre lang erfolgreich an der Seitenlinie der Rhein-Neckar Löwen stand, das Team zum DHB-Pokalsieg und auf Platz drei der European League führte.
Jetzt kehrt er erstmals mit seinem neuen Team, dem ThSV Eisenach zurück an seine alte Wirkungsstätte. Am Samstag (19 Uhr) muss Hinze in der Daikin Handball-Bundesliga seinem Ex-Klub in der Löwen-Höhle wehtun.
Zwei Vereine, zwei Umbrüche
Hinze weiß: „Ich bin Realist genug, dass ich weiß, dass es am Samstag Momente geben wird, in denen man viele Leute trifft, mit denen man zusammengearbeitet hat. Das muss man dann ausblenden.“ Bei den Löwen habe es einen kompletten Umbruch gegeben, neuer Trainer, neue Spieler. „Man sieht schon die Handschrift, die jetzt drin ist“, fügt er an.
Ganz sicher aber seien seine Spuren nicht ganz verwischt, sein Nachfolger Maik Machulla (48) werde das Gleiche gemacht haben, wie er in Eisenach auch: „Die Dinge übernommen, die gut funktioniert haben“, sagt Hinze.
Er verrät auch, was von Misha Kaufmann beim ThSV sportlich geblieben ist: „Das Unterzahlspiel, in dem wir sehr aktiv waren und weiter sind, kleine taktische Sachen einfach, die man in verschiedene Systeme integrieren kann.“
Leistung gegen Melsungen als Maßstab
Der ThSV liegt nach drei Spielen zwar voll im Soll, aber: „Wir ärgern uns, weil gegen Melsungen etwas drin war. Das war eine stabile Leistung, die unser Maßstab sein soll. Wenn wir das 60 Minuten auf die Platte bringen, können wir jeder Mannschaft wehtun.“
Auch dem Ex-Klub.
Was dafür nötig ist: „Wir müssen an unsere optimale Leistung kommen, eine unbequeme Mannschaft sein“, sagt Hinze.


