Der SC DHfK Leipzig verliert vor 3836 Fans 29:34 gegen den TBV Lemgo Lippe und kassiert die zweite Niederlage im zweiten Spiel. Die neu formierte Mannschaft von Trainer Raul Alonso steht damit schon früh mit dem Rücken zur Wand. Für den TBV ist es der erste Saisonsieg.
Handball: Lemgo triumphiert in Leipzig
„Prominente“ Unterstützung schon vorm Start: Bereits bei der Erwärmung der Mannschaften prangte ein Banner mit dem Bild des Schauspiel-Stars Clint Eastwood („Dirty Harry), der drohend hinter dem Spielfeld aufgezogen wurde. Darunter der Slogan: „Du bist der Funke, der das Feuer entfacht.“ Entworfen von den Fans der Stehplatzbande direkt hinter dem Tor. Und gerichtet an die Leipziger Spieler, die zum Auftakt in Eisenach verloren. Als dann über die Lautsprecher auch noch eine Werbung mit der KI-gesteuerten Stimme von Bruce Willis („Stirb langsam“) erklang, wähnte man sich schon mal in Klein-Hollywood.
Auch beim Leipziger Blaer Hinriksson wurde ordentlich zugepackt
Auf der Platte dann eine zunächst solide Vorstellung der Gastgeber, die in der Abwehr konsequent zupacken und den Gegner immer wieder zu Fehlern oder ins Zeitspiel zwingen. Nach 14 Minuten steht dann sogar ein echter Schauspieler erstmals auf dem Spielfeld. Leipzigs Neuzugang Blaer Hinriksson, der in seiner isländischen Heimat bereits in mehreren Filmen mitwirkte, nagelt einen Siebenmeter zum 8:6 ins Netz.
Ein Krimi wird es, weil Lemgo ordentlich dagegenhält. Die Führung wechselt hin und her, aber mehr als zwei Treffer Vorsprung kann keine Mannschaft herauswerfen. Mit einem 15:15 geht es vor den Augen von Vertretern und Spielern des 1. FC Lokomotive Leipzig (Meister der Regionalliga Nordost) in die Pause.
Nach der Pause gelingt es Lemgo, nach einem Tor von Bobby Schagen erstmals auf drei Tore davonzuziehen (17:20/39.). Prompt folgt die Auszeit von Leipzig-Trainer Raul Alonso. Und wenig später die Leipzig-Premiere von Tim Hertzfeld. Der junge Kreisläufer (21) kam erst einen Tag zuvor über ein Zweitspielrecht vom Zweitligisten Dessau-Roßlauer HV.
Es geht nicht um Sport!: Diese Trainer-Ansprache geht unter die Haut
Der Vorsprung schmilzt nicht, weil Constantin Möstel im Tor in der Schlussphase der DHfK immer wieder im Weg steht. Am Ende ein ungefährdeter Erfolg für Lemgo-Trainer Florian Kehrmann.



