Traumstart in die neue Saison!

Der VfL Gummersbach holt am 2. Spieltag der Daikin Handball-Bundesliga den zweiten Sieg. 29:28 gegen die MT Melsungen. Zum Auftakt gab es einen Erfolg bei der TSV Hannover-Burgdorf (29:26). Für Melsungen, letzte Saison noch DAS Überraschungs-Team der HBL, ist es schon die zweite Niederlage.

Über diesen Spieltag wird man noch lange reden. Meister Füchse Berlin feuert Vorstand Kretzsche und Trainer Siewert — und in Gummersbach wird der verrückteste Siebenmeter des Jahres gepfiffen.

Riesen-Wirbel in der 15. Minute: Gummersbachs Julian Köster stürmt zum Kreis, wird gestoppt. Der Ball kommt zu Kay Smits, der hebt ab, setzt zum Wurf an – und prallt dabei mit seinem Mitspieler Köster zusammen. Plötzlich pfeift das Schiri-Gespann Siebenmeter!

Handball-Star von Mitspieler gefoult: Verrückteste Siebenmeter-Entscheidung des Jahres!

Dyn-Kommentator Lennart Wilken-Johannes: „Ein Siebenmeter, den wir mit einem Fragezeichen markieren.“ Neben ihm sagt Handball-Experte Jamal Naji (Ex-Trainer Bergischer HC): „Läuft da Smits nicht auf Köster? Übersehe ich da was?“

Beide gucken die Zeitlupe noch mal an. Lennart Wilken-Johannes: „Sieht alles okay aus.“ Naji: „Das ist für mich kein Siebenmeter!“ Lennart Wilken-Johannes: „Da muss ich dir zustimmen.“ Naji: „Vielleicht vertue ich mich da und habe irgendwas übersehen. Aber gefühlt springt Smits auf Köster. Und Soler als Halbverteidiger ist da schon raus aus der Situation, weil er fällt.“

Foto: BILD

Milos Vujovic (mit blauem Nasenpflaster) behält die Nerven und verwandelt zum 7:4.

Mit 13:10 für Gummersbach geht es in die Pause. Fazit von Dyn-Kommentator Lennart Wilken-Johannes: „Das ist jetzt nicht High-Society-Handball! Beide Teams mit einer Wurfquote im Bereich der 50 Prozent. Schiedsrichter-Vorteil ein wenig auf der Seite des VfL. Ich finde, da waren schon ein, zwei Situationen gegen die MT Melsungen dabei. Trotzdem ist es ein enges Spiel.“

Bei Rettungsaktion: Schreckmoment um Welthandballer

Handball: Schreckmoment um Mathias Gidsel

Quelle: DYN

Mit 19:14 (41.) hat sich Gummersbach (erst mal) ein beruhigendes Polster geschaffen.

Kurios: Bei Dyn sieht man 51 Sekunden lang die Spielszenen, aber nur der Hallenton ist zu hören. Dann ist der Kommentator wieder da! Wilken-Johannes klärt auf: „So jetzt bin ich auch tontechnisch wieder zurück. Eine Taste hatte sich verhakt, hier bei uns in der Technik.“

Plötzlich wird es noch mal spannend! Melsungen gleich zum 24:24 aus (51.). Blitzschnell liegen die Gastgeber wieder mit zwei Toren vorn und retten am Ende den Sieg ins Ziel.

SG Flensburg-Handewitt – TVB Stuttgart 29:29

Der Fehlstart für einen der Top-Titel-Favoriten ist perfekt. Nach dem 33:33 im ersten Spiel gegen Wetzlar schafft die SG Flensburg-Handewitt nur ein 29:29 gegen Stuttgart. Dabei hat die SG noch Glück, dass der letzte Freiwurf von Lenny Rubin im Block hängen bleibt.

Überragend für Stuttgart: Torwart Milijan Vujovic mit 16 Paraden sowie die Häfner-Brüder Kai und Max, die zusammen 15 Tore werfen (Kai 8, Max 7). Für Flensburg macht DHB-Star Marko Grgic – im Duell mit seinem Vater Danijel, der beim TVB Co-Trainer von Grgic’ Ziehvater Misha Kaufmann ist – elf Buden.

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