Nach monatelangen Konflikten zwischen dem deutschen Torwart und Barcelona schien es, als hätten sich die Wogen vorerst geglättet. Nachdem er nach einer öffentlichen Schlammschlacht wieder offiziell als Kapitän benannt wurde, richtete ter Stegen versöhnliche Worte an die Barça-Fans.
Doch ein Happy End ist wohl nicht in Sicht. Laut der katalanischen Zeitung „El Nacional“ hat der Deutsche nun zugestimmt, den Klub im Januar zu verlassen.
Wie weiter berichtet wird, haben Barça-Präsident Joan Laporta (63) und Sportdirektor Deco (47) dem Torwart mitgeteilt, dass sie ihn im Januar 2026 ohne Ablöse ziehen lassen werden. Ter Stegen soll dem Wechsel eingewilligt haben, insbesondere wegen der anstehenden WM 2026.
Eigentlich hat ter Stegen bei den Katalanen noch einen Vertrag bis 2028. Mit einem Gehalt von angeblich bis zu 18 Millionen Euro gehört er zu den Top-Verdienern. Ter Stegen wäre allerdings nicht der erste Spieler, den die finanziell schwer angeschlagenen Katalanen versuchen, von der Lohnliste zu bekommen.
„Zeit, nach vorne zu blicken“: ter Stegen spricht nach Barça-Streit
Rückblick: Ter Stegen gegen Barcelona
Nach seiner Rückenoperation weigerte sich ter Stegen zunächst, den medizinischen Bericht zu unterschreiben, den der Klub benötigte, um die Verletzung offiziell von der Liga bewerten zu lassen. Dies führte zu Drohungen seitens des Vereins, ein Disziplinarverfahren gegen den Torwart einzuleiten. Schließlich gab ter Stegen nach und unterschrieb den Bericht.
Am Ende konnte Barcelona jedoch einen Erfolg verbuchen: Die spanische Liga stufte die Rückenverletzung des Torwarts offiziell als Langzeitverletzung ein. Das bedeutet, dass der Klub nun 80 Prozent seines Gehalts einsparen kann. Dies ermöglicht es, ter Stegens Ersatz, Joan Garcia (24) bereits beim Saisonauftakt gegen Mallorca (16. August) aufzustellen.
Zuletzt hatte ter Stegen im Stadion eine Rede gehalten und gesagt: „Persönlich denke ich, dass es wichtig war, den Streit zwischen mir und dem Verein beizulegen – und jetzt ist es an der Zeit, nach vorne zu blicken.“
Bleibt die Frage, ob ter Stegen und Barcelona überhaupt noch in eine gemeinsame Zukunft blicken …

