Die Rhein-Neckar Löwen liefern sich einen packenden Handball-Test gegen den französischen Topklub Paris Saint-Germain – und verlieren am Ende nur knapp mit 26:28 (12:13). Es war die erste Niederlage im dritten Spiel unter Trainer Maik Machulla.
Die Fans machen Mega-Stimmung in Heidelberg, feiern nach dem Ende die Verlierer minutenlang. Nationaltorwart David Späth ruft ins Hallen-Mikro: „Wir müssen uns vor keinem Gegner verstecken!“
Vergangene Woche startete der Klub aus der Daikin Handball-Bundesliga mit zwei Siegen in die Testspielserie. Beim Patrick-Lengler-Cup gewannen sie souverän gegen Drittligist HG Oftersheim/Schwetzingen und Ligakonkurrent Frisch Auf Göppingen – und holten sich damit den Turniersieg.
Jetzt wartete der nächste Gradmesser: 3.500 Fans sind gegen den französischen Meister Paris Saint-Germain dabei. Machulla schickt David Späth, Patrick Groetzki, Sebastian Heymann, Jannik Kohlbacher, Tim Nothdurft sowie die Neuzugänge Lukas Sandell und Haukur Thrastarson aufs Feld. Dani Baijens wird geschont – leichte Fußprobleme.
PSG erwischt den besseren Start, führte schnell mit 3:1 (7.). Doch die Löwen kämpfen sich zurück. Zwei verwandelte Siebenmeter von Nothdurft nach Späth-Paraden sorgen für das 3:3 (10.). Dann der nächste Rückschlag: Paris antwortet mit einem 4:0-Lauf – 7:3! Die Löwen stecken nicht auf, verkürzen auf 8:6.
Handball-Party in Heidelberg: Fan-Wahnsinn bei Löwen-Pleite
Beim 9:6 nimmt PSG-Coach Stefan Madsen seine erste Auszeit. Doch die bringt Paris nichts – Kohlbacher trifft zum 8:9-Anschluss. Keeper Späth hält die Löwen mit zahlreichen Paraden im Spiel. Bis zur 26. Minute bleibt der Rückstand konstant bei zwei Toren (10:12).
Nach einer weiteren Glanzparade von Späth ist es Neuzugang Mathias Larson, der auf 11:12 verkürzte. Zwar stellte PSG die alte Führung wieder her, doch Sandell netzte mit dem Halbzeitpfiff zum 12:13 ein.
Nach dem Seitenwechsel trifft David Móré zum 13:13-Ausgleich. Mehrfach haben die Löwen nun die Chance zur Führung – aber vergeben sie. PSG nutzt das eiskalt, zieht auf 18:16 davon.
Maik Machulla wechselt viel, rüttelt seine Jungs in einer Auszeit wach: mehr Körpersprache im Angriff! Doch Paris lässt nicht locker, erhöht auf 23:19. Doch die Löwen kommen nochmal: Doppelschlag zum 23:21, Thrastarson verkürzt nach einer Parade von Mike Jensen auf 23:22 (52.).
„Wir haben hohen Besuch“ : Süßer Hund crasht Beach-Handball-EM
Dann der Nackenschlag: PSG mit zwei schnellen Toren – 25:22. Noch einmal nimmt Machulla eine Auszeit, Sandell verkürzt auf 26:25. Doch Paris antwortet, trifft zum 28:25. Sandell setzt mit dem 28:26 den Schlusspunkt.
Auch wenn es am Ende nicht zum Sieg reicht: Die Löwen haben gezeigt, dass sie sich nicht verstecken müssen – selbst gegen einen europäischen Spitzenklub wie Paris Saint-Germain.


