Dortmunds Salih Özcan (l.) ist ein Kandidat beim FC
Nach Informationen von SPORT BILD hält Kessler einen engen Kontakt zum defensiven Mittelfeldspieler, der vor drei Jahren für fünf Mio. Euro nach Dortmund gewechselt war. Dort ist der türkische Nationalspieler, dessen Vertrag bis 2026 gilt, derzeit nicht erste Wahl. In Köln wäre er es. Ein Transfer wird dann noch konkreter, wenn U21-Nationalspieler Eric Martel (23) den Verein verlassen sollte. Kessler bereitet alles vor.
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Richtig durchgestartet war Özcan unter Ex-Trainer Steffen Baumgart (53) in der Saison 2021/22. Kwasniok gilt als der Mini-Baumgart. Wie Baumgart vor vier Jahren kommt er aus Paderborn zum FC. Wie Baumgart ist er ein sehr selbstbewusster und lauter Trainer.
Ist er auch genauso gut wie das Original?
Die Antwort vorweg: In Paderborn war er es. Aber damit enden die Gemeinsamkeiten schon fast. Kwasniok ist ein ganz anderer Trainertyp als Baumgart.
Das zeigt schon ein Satz, der für ihn eine Art Arbeitsphilosophie darstellt: „Monotonie ist der Tod der Aufmerksamkeit.“ Kölns neuer Trainer steht für ständige Bewegung. Das betrifft die Trainingsarbeit, wo er mit immer neuen Übungen für Überraschungen sorgt, genauso wie die Ansprachen und die Aufstellung, die selten in mehreren Spielen hintereinander dieselbe ist.
Kwasniok sorgt für Tempo im Kopf, um Handlungsschnelligkeit auf den Platz zu bringen. Baumgart, der im Januar den Liga-Konkurrenten Union Berlin übernommen hat, setzt mehr auf Stabilität und klare Abläufe. Ihm ist eine eingespielte, funktionierende Mannschaft wichtig. Damit vermittelt er Sicherheit. Was beide schaffen: Sie machen Spieler und Mannschaften besser. Baumgart hat zum Beispiel Salih Özcan vom Talent zum Top-Spieler entwickelt. Kwasniok formte in Paderborn unter anderem Stürmer Ilyas Ansah (20), der für vier Millionen Euro zu Baumgart nach Berlin wechselt, und Außenverteidiger Aaron Zehnter (20). Dessen Marktwert liegt schon bei fünf Millionen Euro. Werder Bremen ist dran.
Was für Köln nicht weniger wichtig ist: Kwasniok ist wie Baumgart ein echter Anführer. Er kann Menschen begeistern und mitreißen. Ihm wird zugetraut, dass er das emotionale und häufig auch unruhige Umfeld des FC hinter der Mannschaft mit dem neuen Weg vereint.

Baumgart trainierte Köln von 2021 bis Ende 2023. Heute arbeitet er für Union Berlin
Der ist nach dem Rauswurf von Ex-Sportchef Christian Keller (46) Anfang Mai ein anderer als zu Baumgarts Zeiten. Köln ist wieder bereit, für Qualität Geld zu investieren. Ein Vorteil für Kwasniok.


