Das wissen auch die Bosse, darum tagten Vorstand und Aufsichtsrat schon vor dem 6:1 gegen Ulm. Ziel nach SPORT BILD-Info: Der bisher aufgestellte Etat für die Erstliga-Saison von rund 40 Millionen Euro soll auf 50 bis 55 Mio. aufgestockt werden.
„Das ist ein Rahmen, in dem wir uns bewegen wollen“, bestätigt Aufsichtsrats-Chef Michael Papenfuß (70) nach dem Aufstieg im Interviewbereich im Stadion. „Damit sind wir aber im unteren Mittelfeld.“
Sportvorstand Stefan Kuntz (62) kündigt an: „Der HSV soll schon auf Dauer eine gute Nummer in der Bundesliga sein.“ Damit das gelingt, sucht der Klub weitere Geldgeber. Papenfuß: „Im Hintergrund führen wir Gespräche mit Kapitalgebern.“
Auch ein weiteres Engagement von Investor Klaus-Michael Kühne (87) ist ein Thema. Kuntz hatte bei BILD aber ausgeschlossen, dass es einen Millionen-Angriff auf dem Transfermarkt durch die Kohle des Milliardärs geben werde. Gehaltszahlungen von zwei Millionen Euro und mehr pro Jahr seien laut Papenfuß für den HSV „ambitioniert“. Intern sind sich die Bosse einig: Das Gehaltsgefüge soll auf keinen Fall durch teure Zugänge zerschossen werden.
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Papenfuß setzt dabei auf Kuntz und lobt dessen Arbeit: „Jonas Boldt hat riesige Verdienste um den Verein. Trotzdem hat etwas gefehlt, um den letzten Schritt mit der Mannschaft zu gehen. Wir wussten: Wenn es mal schwieriger wird, dann haben wir mit Stefan einen ganz erfahrenen Sportvorstand, der sich immer wieder einbringt. Das war sehr wichtig für den Erfolg.“
Kuntz soll jetzt mit Profi-Direktor Claus Costa (40) einen schlagkräftigen Kader zusammenbauen. Mit hungrigen Spielern – und Aufstiegshelden wie Davie Selke (30), Miro Muheim (27), Ludovit Reis (24), Robert Glatzel (31) oder Ransford Königsdörffer (23), die sich in den Blickpunkt anderer Klubs gespielt haben.

