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Die Japaner wollten Geschichte schreiben – und lieferten gegen Holland ein echtes Spektakel. In der Nacht von Sonntag auf Montag trennten sich die „Samurai Blue“ und Oranje 2:2. Bremen-Verteidiger Yukinari Sugawara hatte vor dem Turnier große Töne gespuckt: „Wir sind hergekommen, um Weltmeister zu werden. Wir sind nicht zum Spaß hier. Wir wollen Geschichte schreiben.“

Von einem selbsternannten Turnier-Favoriten war allerdings lange nicht viel zu sehen. Bondscoach Ronald Koeman verzichtete zunächst sogar auf seinen absoluten Superstar und ließ Stirnband-Stürmer Memphis Depay (Corinthians São Paulo) erst mal auf der Bank. Dafür trafen Virgil van Dijk und Crysencio Summerville (West Ham United). Beide Tore reichten nicht für einen Auftakt-Dreier.

Die Holländer erwischten ohne die verletzten Ex-Bundesliga-Stars Xavi Simons (Kreuzbandriss) und Matthijs de Ligt (Rücken) einen Blitz-Start. Nach gerade mal 180 Sekunden setzte sich Ex-BVB-Angreifer Donyell Malen (AS Rom) elegant gegen zwei Japan-Profis durch – scheiterte aber an Keeper Zion Suzuki (Parma Calcio).

Kurz zuvor sah er nicht gut aus: Diskussion um Schlotterbecks Jubel

Quelle: BILD

Die Asiaten waren auch selbst offensiv gefährlich. Kurz vor der Pause setzte Offensiv-Dribbler Keito Nakamura (Stade Reims) die Kugel nur Millimeter neben das Tor.

Genauer zielte dann Kapitän Virgil van Dijk in der 51. Minute, der eine Flanke vom ehemaligen Bayern-Star und Teamkollege Ryan Gravenberch per Kopf zur Führung verwandelte – sein erster WM-Treffer überhaupt. Beeindruckend: Es war sein vierter Treffer aus den letzten zwölf Länderspielen.

Van Dijks Kopfball-Serie

Der Fan-Liebling erzielte in der vergangenen Saison für die Reds und Oranje insgesamt elf Tore – alle elf per Kopf. Und: Der Verteidiger verpasste in der zurückliegenden Spielzeit keine Liga-Minute UND keine Champions-League-Minute.

Aber die Führung hielt gerade mal sechs Minuten, ehe Nakamura unhaltbar für Holland-Keeper Bart Verbruggen ausglich. Dass der Schlussmann überhaupt spielte, war wegen hartnäckiger Hüftprobleme keine Selbstverständlichkeit.

In der zweiten Hälfte ging es Schlag auf Schlag und egalisierte die ereignisarme erste Halbzeit. In bekannter Robben-Manier zog Crysencio Summerville in der 64. Minute von außen nach innen und schoss ins lange Eck zum 2:1 – sein erster Treffer im ersten WM-Einsatz für Oranje.

Kurios: Summerville rechnete anfangs nicht damit, beim Turnier überhaupt dabei sein zu dürfen. „Es kam schon überraschend“, verriet der Angreifer vorm WM-Start.

Zum Stimmungskiller wurde dann der ehemalige Frankfurter Daichi Kamada und traf zwei Minuten vorm Schluss zum Ausgleich. Richtig bitter für die Oranje, denn die Holländer sahen lange wie der sichere Sieger aus.

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