Mit einem flapsigen Spruch über Italiens WM-Misere hat Fifa-Präsident Gianni Infantino (56) für mächtig Wirbel gesorgt. In einem Interview mit dem brasilianischen Sender „CazéTV“ wurde der Schweizer auf das erneute Scheitern der Squadra Azzurra in der WM-Qualifikation angesprochen. Seine Reaktion: ein Grinsen – und ein Seitenhieb auf den viermaligen Weltmeister. „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams – oder wir erhöhen sogar auf 128 Mannschaften“, scherzte Infantino.
Fifa-Boss spottet über Italien
Der Hintergrund des Spottes ist besonders bitter für die Italiener: Trotz der Aufstockung der WM 2026 auf 48 Teilnehmer verpasste die Squadra Azzurra erneut die Qualifikation. Im entscheidenden Play-off-Finale scheiterte Italien an Bosnien-Herzegowina und wird damit zum dritten Mal in Folge bei einer Weltmeisterschaft fehlen.
In Italien kamen Infantinos Aussagen entsprechend schlecht an. Vor allem die Tatsache, dass die Bemerkung von einem Fifa-Präsidenten stammt, sorgt für Unverständnis.
Sportminister Andrea Abodi reagierte prompt und kündigte an, das Gespräch mit dem Fifa-Chef suchen zu wollen. Laut der Nachrichtenagentur Ansa zeigte sich der Politiker irritiert über die Aussagen Infantinos.
Weil sie wieder die WM verpassen: Infantino verhöhnt Italien
Italien reagiert irritiert
„Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten“, erklärte Abodi.
Aus einem lockeren Interview-Spruch könnte damit ein diplomatisches Nachspiel werden. Während Italien weiter auf seine Rückkehr auf die größte Fußballbühne der Welt warten muss, sieht sich Infantino nun mit deutlicher Kritik aus Rom konfrontiert.

