Dick Advocaat (78) ist nicht länger Nationaltrainer von Curacao. Das verkündete der deutsche WM-Gruppengegner am Montagmorgen auf seinen Social-Media-Kanälen. Demzufolge tritt der Niederländer zurück, um sich um seine gesundheitlich angeschlagene Tochter zu kümmern.
Advocaat über seine Entscheidung: „Ich habe immer gesagt, dass die Familie vor dem Fußball kommt. Daher ist dies eine natürliche Entscheidung. Aber das ändert nichts daran, dass ich Curacao, die Menschen dort und meine Kollegen sehr vermissen werde. Die Qualifikation des kleinsten Landes der Welt für die WM ist einer der Höhepunkte meiner Karriere. Ich bin stolz auf meine Spieler, meine Mitarbeiter und die Vorstandsmitglieder, die an uns geglaubt haben.“
Der ehemalige Gladbach-Trainer hatte Curacao sensationell zur WM 2026 geführt. Die karibische Insel-Nation mit nur rund 148.000 Einwohnern ist das kleinste Land, das sich je für eine Weltmeisterschaft qualifizieren konnte. Bei der Endrunde im Juni und Juli wird Advocaat allerdings nicht auf der Bank sitzen.
Gilbert Martina, Vorsitzender des Fußballverbandes Curacao, sagt: „Seine Entscheidung kann nur respektiert werden. Dick hat mit der Fußballnationalmannschaft Geschichte geschrieben. Curaçao wird Dick immer dankbar sein.“
Curacao: Ex-Bundesligatrainer übernimmt
Die Nachfolge übernimmt ebenfalls ein Niederländer, der einst sogar in der Bundesliga als Trainer aktiv war. Fred Rutten (63) hatte Schalke 04 von Sommer 2008 bis März 2009 betreut, nach 37 Spielen war jedoch Schluss.
Neben Schalke war Fred Rutten (63) unter anderem auch bei Eindhoven, Enschede und Feyenoord Trainer
In WM-Gruppe E trifft er nun mit Curacao auf Deutschland, die Elfenbeinküste und Ecuador. Das erste Weltmeisterschaftsspiel in der Geschichte des Landes steigt gegen die DFB-Elf am 14. Juni in Houston – Anstoß um 19 Uhr deutscher Zeit.

