Werder Bremen droht nach dem 1:2 gegen Wolfsburg die nächste Niederlage: Am Samstag geht’s zu Meister Leverkusen. Es wäre die fünfte Pleite in Folge in der Liga – hinzu kommt das Viertelfinal-Aus im DFB-Pokal bei Drittligist Arminia Bielefeld.

Dennoch setzt Werder weiter auf Ole Werner (36) als Trainer. „Es gibt keine Trainer-Diskussion“, stellt Manager Clemens Fritz (44) klar.

Gleichwohl steht Werner unter Beobachtung. Denn nach SPORT BILD-Informationen wurde dessen geplante vorzeitige Vertragsverlängerung vorerst auf Eis gelegt.

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Quelle: Youtube, Twitter

Der Kontrakt des Coaches läuft am 30. Juni 2026 aus. Zwar sind die Klub-Verantwortlichen mit Werner und dessen Berater in einem guten sowie kontinuierlichen Austausch. Doch momentan steht die aktuelle sportliche Situation im Mittelpunkt – und ob Werner die meistert.

„Der Fokus liegt in der jetzigen Situation darauf, dass wir sportlich so schnell wie möglich wieder in die Spur kommen“, sagt Fritz. Denn das Ziel lautete vor Saisonbeginn: 40 Punkte plus X – im Idealfall Qualifikation für den Europacup.

Davon ist Bremen zurzeit weit entfernt. Mit 30 Zählern ist der Traditionsverein Tabellenzwölfter. Vor dem Jahreswechsel war der Klub noch Siebter mit nur zwei Zählern Rückstand auf die Champions-League-Plätze.

2025 gab es in neun Liga-­Spielen nur einen Sieg (1:0 gegen Mainz) und sechs Pleiten. Noch steht Werner intern nicht zur Disposition, weil es nach einer intensiven Analyse Gründe für die schlechte Phase gibt: Verletzungspech, Formtief bei Spielern, strittige Schiedsrichter-Entscheidungen, Über-Performance in 2024, fehlendes Spielglück, fehlende Effizienz. In der Hinrunde war jeder sechste Torschuss ein Treffer, in der zweiten Saisonhälfte landete nur noch jeder 21. Versuch im gegnerischen Netz.

Dennoch erwarten die Bosse von Werner, der seit Ende November 2021 bei Werder ist, dass er mit seiner Mannschaft die Kurve bekommt – und die Saison nicht einen ähnlichen Verlauf nimmt wie in der Spielzeit 2020/21. Damals hieß der Trainer Florian Kohfeldt (42), der stand mit Werder nach dem 24. Spieltag ebenfalls mit 30 Punkten auf Platz zwölf. Es folgte jedoch eine Negativserie mit neun Niederlagen und einem Remis. Am Ende stiegen die Bremer, die vor dem 34. Spieltag Kohfeldt entließen, ab.

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