Die Trainersuche bei Werder Bremen ist abgeschlossen. Rund 72 Stunden nach der Trennung von Horst Steffen (56) haben die Bremer einen Nachfolger präsentiert. Daniel Thioune (51) übernimmt den Posten des Cheftrainers und soll den Klub im Abstiegskampf stabilisieren. Das gab der Verein am Mittwoch bekannt.
„Wir hatten sehr gute Gespräche mit Daniel. Seine Idee vom Fußball, seine Art und seine Herangehensweise an unsere aktuelle sportliche Situation waren ausschlaggebend für die Entscheidung. Wir sind überzeugt, dass wir mit ihm den Turnaround schaffen werden“, begründet Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz (45) die Verpflichtung von Thioune.
Der neue Trainer selbst blickt mit Vorfreude auf seine Aufgabe in Bremen. „Ich freue mich sehr auf die Arbeit mit der Mannschaft und ich bin überzeugt, dass es uns gelingen wird, erfolgreich miteinander zu arbeiten und die Ziele des Vereins zu erreichen. Nach den sehr guten Gesprächen mit den Verantwortlichen war für mich schnell klar, dass ich zu Werder gehen möchte“, sagt Thioune.
Werder Bremen: Daniel Thioune neuer Trainer
Wie bereits sein Vorgänger Horst Steffen bringt auch Thioune keine Erfahrung als Bundesliga-Cheftrainer mit. Seine bisherige Laufbahn an der Seitenlinie absolvierte er ausschließlich in der 2. Bundesliga. Seine Trainerkarriere im Profibereich begann 2017 beim VfL Osnabrück. Nach 105 Pflichtspielen wechselte er zum Hamburger SV, wo er den Traditionsklub zurück in die Bundesliga führen sollte. In Hamburg blieb Thioune allerdings weniger als ein Jahr im Amt.
Nach einer rund siebenmonatigen Pause folgte sein Engagement bei Fortuna Düsseldorf. Dort führte er das Team aus dem Abstiegskampf bis in die Nähe des Bundesliga-Aufstiegs. 2024 scheiterte Düsseldorf in der Relegation knapp am VfL Bochum. Im Oktober des vergangenen Jahres endete schließlich auch seine Zeit bei der Fortuna. Nun erfüllt sich Thioune mit dem Wechsel zu Werder Bremen den Traum von der Bundesliga.
Die Bremer erhoffen sich von Thioune vor allem seine Erfahrung im Abstiegskampf. Nach zehn Spielen ohne Sieg steckt Werder Bremen tief im Tabellenkeller. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze beträgt lediglich einen Punkt. Bereits am Samstag (15.30 Uhr, Sky) wird Thioune erstmals auf der Werder-Bank Platz nehmen, wenn es gegen den SC Freiburg geht.
Neben Thioune standen auch die dänischen Trainer Bo Svensson (46) und Bo Henriksen (50) auf der Kandidatenliste. Bei beiden kam es jedoch nicht zu einer Einigung. Svensson konnte die Verantwortlichen nicht vollständig überzeugen, während Mainz Bo Henriksen nicht an einen direkten Konkurrenten abgeben wollte.
