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Erst die Meisterschaft und dann weg? Der MTV Stuttgart, Titelfavorit in der Volleyball-Bundesliga der Frauen, hat am Mittwoch einen weiteren wichtigen Schritt Richtung Titelgewinn gemacht. Die Schwäbinnen gewannen auswärts auch das zweite Playoff-Viertelfinale gegen Schwarz-Weiß Erfurt (3:0) und stehen damit im Halbfinale.

Eine, für die es die letzten und damit besondere Partien im MTV-Trikot sind, ist Nationalspielerin Antonia Stautz. Die 32 Jahre alte Kapitänin hat ihren Abschied aus Stuttgart nach zwei Spielzeiten bereits öffentlich gemacht.

Welcher ihr neuer Verein wird, hat sie allerdings noch nicht verraten. Thüringische Medien spekulierten zuletzt über einen Abgang der Außenangreiferin zum VfB Suhl, der den MTV im Pokalfinale Ende Februar vor 12.000 Fans in Mannheim sensationell besiegt hatte. Ein Wechsel dorthin hätte nicht nur einen sportlichen Reiz, sondern auch einen privaten. Denn: Stautz ist in einer Beziehung mit Jannis Schneibel. Der 24-Jährige ist Bundesliga-Profi bei Handball-Kultklub ThSV Eisenach, spielt also ganz in der Nähe von Suhl.

Sie kämpft im Volleyball um den Titel, ihr Freund im Handball um sein Comeback

Nach zwei Kreuzbandrissen im Januar und Dezember 2024 arbeitet Schneibel derzeit noch immer akribisch an seinem Comeback, das zur neuen Saison erfolgen soll. Im Interview mit der „Thüringer Allgemeinen“ sagte er Ende 2025 über seine lange Leidenszeit: „Meine gesamte Familie, vor allem meine Eltern und meine Freundin, waren und sind immer an meiner Seite. Von ihnen habe ich die beste Unterstützung, die ich mir vorstellen kann.“

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Ist Suhl also eine ernsthafte Option für Stautz? Offenbar nicht. Sie hat andere Pläne, wie sie am Mittwoch im Rahmen der großen Dyn-Viertelfinal-Konferenz im TV-Interview verriet: „Die Entscheidung ist schon etwas länger in mir gereift. Es ist schon immer ein Traum von mir gewesen, im Ausland zu spielen.“ Internationales Abenteuer statt Rückkehr nach Thüringen also. Stautz weiter: „Ich weiß, dass ich ins Risiko gehe, und ich weiß, was ich hier aufgebe, aber es ist mein Ziel, mich hier mit der Meisterschale zu verabschieden.“ Es wäre die erste überhaupt in ihrer Karriere.

Voller Einsatz: Stautz am Mittwoch bei der Partie in Erfurt. Hinten: Teamkollegin Mikala Mogensen

Foto: IMAGO/Beautiful Sports

Gegen ihren Ex-Klub Erfurt, für den sie insgesamt acht Jahre auf dem Feld stand, hatte Staudt mit ihrem Team keine Probleme, obwohl man nicht in Bestform agierte. Im Halbfinale gegen den Dresdener SC, der sich gegen den USC Münster durchsetzte, muss eine Leistungssteigerung her, um Stautz‘ Traum vom Titel zum Abschied zu verwirklichen.

Das erste Spiel der Best-of-3-Serie findet am Ostersonntag (5. April) um 16.45 Uhr in der SCHARRena Stuttgart statt. Das andere Halbfinale bestreiten Suhl (2:0 gegen Wiesbaden) und der Sieger aus der Paarung zwischen Schwerin und Aachen (dort steht es 1:1 in der Serie).

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