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Tagelang stand Benfica-Trainer José Mourinho (63) in der Kritik. Nach den Rassismus-Vorwürfen gegen Gianluca Prestianni (20) hatte er sich zunächst vor seinen Spieler gestellt – und Real-Star Vinicius Junior (25) bei dessen Torjubel provozierendes Verhalten vorgeworfen. Nun schlägt er überraschend einen anderen Ton an.

Sollte sich bestätigen, dass Prestianni Vinicius im Champions-League-Playoff rassistisch beleidigt hat, zieht Mourinho Konsequenzen. Mourinho: „Wenn mein Spieler diese Prinzipien nicht respektiert hat, die meine und auch die von Benfica sind, dann wird die Karriere dieses Spielers bei einem Trainer namens José Mourinho und bei einem Klub namens Benfica zu Ende sein.“

Und weiter: „Wenn der Spieler tatsächlich schuldig ist, werde ich ihn nie wieder so ansehen wie zuvor – und dann ist es bei mir vorbei.“ Aber: „Die Unschuldsvermutung ist ein Menschenrecht, oder nicht?“

Prestianni soll Vinicius als „Monkey“ („Affe“) bezeichnet haben. Nach dem Vorfall wurde der Argentinier vorläufig gesperrt, die Ermittlungen laufen.

Heftige Kritik an Mourinhos erster Reaktion

Direkt nach dem Spiel in Lissabon (0:1) hatte der Trainer noch anders geklungen. Bei Amazon Prime Video Sport sagte er: „Diese Talente sind zu solchen wunderbaren Dingen fähig, aber leider war er [Vinicius Junior] not just happy to have scored this incredible goal. When you score a goal like that, you should celebrate respectfully.”

Bayern-Trainer bezieht Stellung: Emotionaler Kompany-Auftritt zum Rassismus-Eklat

Quelle: BILD/ FC Bayern München

Auch Mourinhos Bemerkung, in jedem Stadion, in dem Vinicius spiele, passiere etwas, sorgte für Wirbel. Gleichzeitig erlebte der Real-Star viel Rückendeckung aus dem Fußball. Bayern-Trainer Vincent Kompany nutzte in einer Pressekonferenz die Gelegenheit sogar für eine 12-Minuten-Brandrede gegen Rassismus.

Der Vorfall ereignete sich kurz nach dem Siegtor von Vinicius im Playoff-Hinspiel in Lissabon. Die Untersuchung gegen Prestianni läuft weiter.

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