Der VfB Stuttgart hat einen wichtigen Schritt Richtung K.o.-Phase der Europa League gemacht. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Hoeneß siegte bei den Go Ahead Eagles aus Deventer verdient mit 4:0 (2:0).

Nationalspieler Jamie Leweling traf für den VfB doppelt (20./35. Minute). Bilal El Khannouss (59.) und Badredine Bouanani (90.+3) waren gegen den holländischen Pokalsieger ebenfalls als Torschützen erfolgreich.

Doch der VfB-Sieg wird von großem Polizei-Ärger überschattet!

Vor der Partie ließen die örtlichen Behörden drei Fan-Busse nicht zum Spielort nach Deventer durch – wegen angeblich aggressiven Verhaltens gegenüber der Polizei. VfB-Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (50) war vor Ort. Er streitet ein Fehlverhalten der Stuttgart-Anhänger ab. In Videos ist zu sehen, wie die Polizei angereiste Fans mit Schlägen zwingt, wieder in ihre Busse zu steigen und die Rückfahrt nach Stuttgart anzutreten.

Stuttgarts Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (50)

Foto: Marijan Murat/dpa

Wehrle wütet bei RTL über die Holland-Polizei: „So was habe ich noch nie erlebt. Völlig unverhältnismäßig. Da sind unsere Fans aus dem Bus raus. Knüppel, die sind geschlagen worden, Knüppel. So geht die Fankultur in Europa kaputt. Ich bin schockiert. Wir haben uns auch bei der Uefa beschwert. Das können wir so auch nicht stehen lassen.“

Weitere VfB-Fans, die bereits in Deventer angekommen waren, erklärten sich mit den Insassen der betroffenen Busse solidarisch und traten ebenfalls die Rückreise nach Stuttgart an. Teile des Gästeblocks im Stadion De Adelaarshorst blieben deshalb leer. Organisierte Unterstützung der VfB-Fans gab es nicht.

Freiburg mit Nullnummer

Der zweite deutsche Europa-League-Vertreter SC Freiburg kam beim sechsmaligen tschechischen Meister Viktoria Pilsen nicht über ein 0:0 hinaus. Durch die Nullnummer verpassten die Südbadener den möglichen Sprung an die Tabellenspitze.

Fünf Tage nach der 2:6-Klatsche beim FC Bayern München präsentierten sich die Freiburger defensiv zwar wieder stabiler, waren offensiv in Summe aber zu harmlos. Auf Kurs Richtung K.o.-Runde liegen sie dennoch weiterhin.

ttn-36