Sein Team ist schon sicher bei der WM 2026 dabei – aber diese Pleite hat wohl mächtig was in ihm ausgelöst!
Uruguay-Trainer Marcelo Bielsa steht nach dem Debakel gegen die USA heftig in der Kritik – und reagiert auf seine ganz eigene, schonungslose Weise. Zwei Tage nach der 1:5-Klatsche gegen die Elf von Mauricio Pochettino trat der 70-Jährige überraschend vor die Presse – und sprach offen von „Scham“.
„Es gibt keine Möglichkeit, dieses Resultat zu rechtfertigen“, sagte Bielsa. „In keiner Weise sollten die besten uruguayischen Spieler gegen die zweite Garde der Vereinigten Staaten verlieren.“
Die Pleite hatte in Uruguay für einen Aufschrei gesorgt. Medienvertreter sprachen von einem „Desaster“. Bielsa, der als Argentinien-Coach schon Olympia-Gold gewann, suchte danach das Gespräch mit Sportdirektor Jorge Giordano – und rief schließlich zu einer zweiten, emotionalen Pressekonferenz in Montevideo.
Bielsa: „Ich bin toxisch“
Dort sagte er über sich selbst: „Ich erzeuge überall Spannung. Wenn ich auftauche, wird das Umfeld angespannt.“ Und weiter: „Ich bin toxisch. Sich mit mir zu assoziieren, macht einen schlechter. Versteht ihr mich?“
Er beschrieb sich als „scheu, besessen, roboterhaft“ – und bekannte: „Ich mag keine Unordnung. Das sind meine Fehler. Es fällt mir schwer, unbeschwert und freundlich zu sein.“
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Trotz des Fiaskos will Bielsa weitermachen – zumindest bis zur Weltmeisterschaft. „Ich habe viele Stunden mit dem Präsidenten und mit Jorge gesprochen. Das Projekt wird genau wie geplant bis zur WM fortgesetzt“, sagte der Argentinier.
Bielsa übernahm das Team im Mai 2023 und führte Uruguay mit einem 3:0 gegen Peru im September zur sicheren WM-Qualifikation. Jetzt muss der zweimalige Weltmeister zeigen, dass das 1:5 gegen die USA nur ein Ausrutscher war.

