Der ThSV Eisenach steht vor der Woche der Wahrheit.

In der Daikin Handball-Bundesliga verloren die Thüringer am Sonntag beim HSV Hamburg mit 29:33 – die siebente Pleite im siebenten Auswärtsspiel. Das soll und muss sich nun bei der Dienstreise nach Wuppertal zum Bergischen HC (Donnerstag, 19 Uhr, live bei Dyn/Anzeige) ändern, ehe das nächste Heimspiel gegen Göppingen (Samstag, 20 Uhr) ansteht.

Abseits des Parketts wird es dann am kommenden Dienstag, 16. Dezember, spannend. Da wollen der Verein und die Gesellschafter der Marketing GmbH wichtige Weichen für die Zukunft stellen.

Oßwald: „Wir haben einen Konsens gefunden!“

SPORT BILD weiß:[–> Um 10 Uhr treffen sich die Vertreter des ThSV, der als Verein 51 Prozent der Anteile an der GmbH hält, und die restlichen Gesellschafter. Bereits am vergangenen Freitag saßen beide Seiten zu einem Vorgespräch zusammen. Günter Oßwald, Sprecher der Gesellschafter, berichtet von einem „konstruktiven Gespräch auf Augenhöhe“ zwischen zwei Vertretern des Vereins, Vizepräsident Peter Krauß und Rechtswart René Kliebisch, und der Geldgeber. „Wir haben einen Konsens gefunden“, sagt Oßwald.

Foto: BILD

Hintergrund: Seit etwa einem Jahr flammen immer wieder Grabenkämpfe innerhalb des Kultklubs auf. Entstanden waren die, als Ex-Trainer Misha Kaufmann (41) trotz laufenden Vertrags plötzlich unbedingt wegwollte. Damals standen sich beide Seiten fast unversöhnlich gegenüber, Geldgeber Oßwald wurde sogar von den eigenen Fans nieder gepfiffen. Kaufmann ekelte sich schließlich weg – als Sündenbock wurde von einigen Geschäftsführer René Witte (47) ausgemacht.

Fakt ist: Witte kam im Sommer 2018 nach dem Abstieg in die 3. Liga nach Eisenach, führte den ThSV zurück in die Bundesliga, etablierte die Thüringer unter der Marke „Kultklub in Blau“ im Handball-Oberhaus. Zuletzt gelang es ihm, mit Sebastian Hinze (46) einen Toptrainer unter die Wartburg zu locken, der das Team bislang hervorragend durch den Mega-Umbruch steuert.

Und doch soll sogar Wittes Abberufung im Raum gestanden haben.

Oßwald aber stellt klar: „René Witte wird nicht infrage gestellt. Aus meiner Sicht gibt es dazu auch gar keinen Grund“. Auch Vereinspräsident Shpetim Alaj bestätigte gegenüber SPORT BILD, dass Witte bleibt, wollte sich aber weiter nicht äußern.

Statt Machtkampf soll Geschlossenheit demonstriert werden. „Nach der Sitzung am 16. Dezember werden wir wieder enger zusammenstehen“, verspricht Oßwald. Man werde gemeinsam den Jahresabschluss der Saison 2024/25 besprechen. „Der wird ein positives Ergebnis haben“, so Oßwald.

Missverständnisse sollen ausgeräumt werden

Natürlich werde man auch über die Personalie des Geschäftsführers reden, will auch Missverständnisse ausräumen. „Es sind Kleinigkeiten, aber nicht zum Nachteil von René Witte“, sagt Oßwald.

Das Arbeitspapier des Managers läuft dem Vernehmen nach im Sommer aus, über seine Zukunft und eine mögliche Verlängerung soll im Frühjahr gesprochen werden.

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Quelle: DYN

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