Die Schalker Bosse warten – auf die Rücksendung des Aufhebungsvertrags.
Ben Manga (51), der zuletzt freigestellte Technische Direktor, muss diesen noch unterschreiben, damit die Beendigung des Arbeitsverhältnisses wirksam wird – und er die rund 800 000 Euro Abfindung erhält. Bis zuletzt war zudem die Frage: Was passiert mit den acht Scouts, die gemeinsam mit Manga im Mai 2024 ihren Dienst antraten?
SPORT BILD weiß: Sämtliche Assistenten des Ex-Kaderplaners unterschrieben beim Zweitligisten einen sogenannten Dienstleistungsvertrag, sind also nicht fest angestellt. Diese Kontrakte können mit einer Kündigungsfrist von drei bis sechs Monaten gekündigt werden, die Scouts erhalten also keine Abfindung.
Noch überlegt der Vorstand, ob ein oder zwei der Scouts weiterhin für den Klub arbeiten sollen. Die Tendenz ist aber: Alle Mitarbeiter, die größtenteils im Ausland leben und erst einmal vor Ort in Gelsenkirchen waren, werden eine Kündigung erhalten. Und schon bald kein Gehalt mehr.
Das Manga-Kapitel bei Schalke sollte also schon bald beendet sein. Nachdem es monatelang knirschte. Bereits im April, als Sportvorstand Frank Baumann (49) beim Zweitligisten unterschrieb, wurde ihm von Vorstandsboss Matthias Tillmann (41) und anderen Verantwortlichen nahegelegt, sich von Manga zu trennen. Baumann wollte sich jedoch sein eigenes Bild machen. Was er tat.
Der Kern der Unstimmigkeiten: Manga fühlte sich von seinen Vorgesetzten bei wichtigen Entscheidungen außen vor gelassen. Der Vorstand fand die Vorschläge von Manga und seiner in Vielzahl beim Klub angestellten Scouts deutlich verbesserungswürdig. Vor allem die Ideen für Neuzugänge, die Manga und sein Team lieferten, sollen völlig an den Vorstellungen von Baumann vorbeigegangen sein.
Am Ende wurden in der vergangenen Transferphase kaum Vorschläge vom Ex-Kaderplaner umgesetzt – sondern lediglich die von Baumann und Trainer Miron Muslic (43).

